Milliardenpleite
Enron-Skandal: Britische Banker gestehen Schuld

Drei prominente britische Banker haben sich im Zusammenhang mit dem Enron-Skandal vor einem US-Gericht schuldig bekannt und einen Vergleich ausgehandelt. Sollte das Gericht der Einigung zustehen, müssen die Top-Banker tief in die Taschen greifen und zudem Haftstrafen antreten. Ihnen hatten bis zu 35 Jahre Haft gedroht.

HB HOUSTON/LONDON. Die einst leitenden Angestellten der NatWest-Bank akzeptierten am Mittwoch jeweils 37 Monate Haft und eine Geldstrafe von 7,3 Mill. Dollar (5 Mio Euro) wegen Veruntreuung. Das Gericht in Houston (Texas) muss der Einigung allerdings noch zustimmen.

Die drei Banker David Bermingham, Gary Mulgrew und Giles Darby waren im Juli vergangenen Jahres unter großem Aufsehen von Großbritannien an die USA ausgeliefert worden. Ihnen drohten bis zu 35 Jahre Gefängnis. Die drei Manager hatten der Anklage zufolge die NatWest-Bank dazu gebracht, eine Beteiligung an einer Enron-Tochter zu einem niedrigeren Preis zu verkaufen als sie wert war. Anschließend sollen sie den Anteil an dem Unternehmen selbst gekauft und den Gewinn eingestrichen haben. Die Anwälte der Banker wollen nun erreichen, dass ihre Mandanten zumindest einen Teil der Haftstrafe in ihrer Heimat absitzen können.

Die spektakuläre Milliardenpleite des US-Energiekonzerns Enron im Jahr 2001 zählt zu den größten Unternehmensskandalen der US- Geschichte. Nachfolger der NatWest-Bank ist heute die Royal Bank of Scotland.

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