Milliardenschwere Anleihe
US-Amerikaner finanzieren Adidas die Reebok-Übernahme

Adidas hat in den USA eine Anleihe über 1 Mrd. Dollar ohne Probleme an den Mann gebracht. Mit dem Geld finanziert der deutsche Sportartikel-Hersteller die Übernahme von Reebok.

HB FRANKFURT. Die Transaktion sei deutlich überzeichnet gewesen und die größte Privatplatzierung eines deutschen Unternehmens in den USA überhaupt, teilte Adidas am Donnerstag mit. Insgesamt sei die Anleihe in vier Tranchen mit Laufzeiten von drei, fünf, sieben und zehn Jahren und Kupons von 5,2 Prozent, 5,25 Prozent, 5,34 Prozent und 5,44 Prozent bei 34 institutionellen Investoren platziert worden. Begleitet wurde die Transaktion von der Bank of America und der Royal Bank of Scotland.

Adidas hat Reebok für 3,1 Mrd. Euro übernommen. Mit einem Umsatz von dann 9 Mrd. Euro ist Adidas dem Branchenprimus Nike näher gerückt. Die Reebok-Aktionäre hatten der Übernahme am Mittwoch mit einer Mehrheit von 98 Prozent zugestimmt.

Mit der Zustimmung der Reebok-Aktionäre hat Adidas die letzte Hürde für den Zusammenschluss genommen, nachdem die EU-Kommission einen Tag zuvor dem Vorhaben zugestimmt hatte. Nun kann Adidas das US-Unternehmen schneller als ursprünglich angekündigt in seiner eigenen Bilanz berücksichtigen.

Der fränkische Traditionskonzern rechnet mittelfristig für das kombinierte Unternehmen mit Umsatzsteigerungen im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Der Gewinn soll jährlich im Schnitt um etwa 10 Prozent zulegen. Schon im ersten Jahr nach der Übernahme soll Reebok zum Gewinn beitragen. 2004 kamen die beiden Unternehmen zusammen auf ein Ergebnis von rund 450 Mill. Euro. Die Marke Reebok soll erhalten bleiben.

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