Milliardenschwere Offerte
ACS peilt wohl mit Hochtief Gebot für Abertis an

Der spanische Baukonzern ACS soll laut Insidern mit seiner deutschen Tochter Hochtief ein milliardenschweres Angebot für den spanischen Autobahnbetreiber Abertis vorbereiten. Die Entscheidung sei aber nicht endgültig.
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Madrid/DüsseldorfDer Baukonzern ACS steuert mit seiner deutschen Tochter Hochtief Insidern zufolge auf eine milliardenschwere Offerte für den spanischen Autobahnbetreiber Abertis zu. Es liefen konkrete Vorbereitungen für ein Angebot für Abertis, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Die Wahrscheinlichkeit für die Offerte liege aktuell bei über 50 Prozent, diskutiert werde auch eine Bar-Offerte. Wenn diese vorgelegt werde, werde dies über Hochtief geschehen. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Diese solle binnen vier Wochen kommen. Sprecher von ACS und Hochtief wollten sich nicht äußern.

Die spanische ACS hatte bislang nur erklärt, eine mögliche Offerte zu prüfen. Wirft nun Hochtief den Hut in den Ring, steht ein Bieterkampf um den spanischen Autobahn-Konzern ins Haus.

Der italienische Infrastrukturkonzern Atlantia hatte bereits im Mai ein 16,3 Milliarden Euro schweres Angebot für Abertis vorgelegt. Abertis betreibt mautpflichtige Straßen und Autobahnen in Spanien und ist auch in Chile und Brasilien aktiv. Die von der Benetton-Familie kontrollierte Atlantia gebietet bereits über Mautstraßen mit einer Länge von rund 5000 Kilometern. Beide Konzerne betreiben zudem Flughäfen. Hochtief entwickelt auch Mautstraßen-Projekte zusammen mit der öffentlichen Hand. Auch für Hochtief mache eine Übernahme damit Sinn, weil die Essener ihre Wertschöpfungskette ausbauen könnten, hieß es in Finanzkreisen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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