Milliardenschwere Zukäufe
Eon dehnt sich aus

Am Mittwochabend hatte Eon grob skizziert, wie der Energiekonzern seine überschüssigen Milliarden einsetzen will. Nun folgen die Details. Eines wird dabei klar: Auch nach dem verloreren Bieterkampf um den spanischen Konkurrenten Endesa hat Eon große Pläne in Europa.

HB DÜSSELDORF. Der Vorstand des Energiekonzerns kündigte am Donnerstag an, alle europäischen Handelsaktivitäten in einer Einheit zu bündeln und den Bau neuer Kraftwerke zentral zu steuern. Die geplanten Investitionen von 60 Mrd. Euro sollen überwiegend in die Stromerzeugung und in Zukäufe fließen. „Insgesamt 70 Prozent beziehungsweise 42 Mrd. Euro unserer neuen Investitionsplanung sind für Wachstum vorgesehen, vor allem für organisches Wachstum in der Stromerzeugung“, sagte Eon-Chef Wulf Bernotat in Düsseldorf.

Neben den 10 Mrd. Euro für die geplante Übernahme von Beteiligungen der spanischen Endesa seien weitere 11,7 Mrd. Euro für Spanien, Italien und Frankreich vorgesehen. Für das Engagement im russischen Strommarkt, in der Türkei und in Südeuropa seien 6 Mrd. Euro eingeplant, sagte Bernotat. Zudem wolle Eon 10 Mrd. Euro in den Ausbau seines Gasgeschäfts stecken. 12 Mrd. Euro sollen in den Bau neuer Kraftwerke fließen, davon 3 Mrd. Euro in Anlagen für erneuerbare Energien.

Eon bestätigte Angaben aus Branchenkreisen, sich an der Versteigerung eines 25-Prozent-Anteils an dem russischen Versorger OGK-5 beteiligen zu wollen. Sollte Eon Anteile erwerben, werde der Konzern versuchen, diese weiter auszubauen, sagte Bernotat. Die Investitionssumme könne bei rund 1 Mrd. Euro liegen. Der Anteil soll am 6. Juni versteigert werden.

Die Wachstumsoffensive soll dazu beitragen, dass auch in Zukunft die Gewinne bei dem Energieriesen üppig sprudeln. Bis 2010 will Eon sein bereinigtes Betriebsergebnis (Adjusted Ebit), das 2006 bei 8,4 Mrd. Euro lag, auf 12,4 Mrd. Euro steigern. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Steigerung um rund 10 Prozent. Außerdem strebt der Konzern ein jährliches durchschnittliches Dividendenwachstum von 10 bis 20 Prozent bis 2010 an.

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