Milliardenschweres Tauschgeschäft
Henkel treibt US-Expansion voran

Europas führender Waschmittelhersteller Henkel setzt seine Expansion in Nordamerika und Asien fort. Der Düsseldorfer Konzern vereinbarte mit dem US-Konzern Clorox ein Tauschgeschäft mit einem Gesamtwert von gut 2,8 Mrd. Dollar (2,3 Mrd Euro).

rtr DüSSELDORF. Der Konsumgüterkonzern Henkel treibt durch ein milliardenschweres Tauschgeschäft mit dem US-Konzern Clorox und den Zukauf eines US-Klebstoffherstellers seine Expansion in den USA voran. Dadurch will sich Henkel unabhängiger vom deutschen Heimatmarkt machen.

Henkel werde seine Beteiligung an Clorox in Höhe von 28,8 % an den US-Produzenten abgeben, teilte der Düsseldorfer Konzern in der Nacht zum Donnerstag mit. Im Gegenzug bekomme Henkel im Rahmen der 2,84 Mrd. Dollar umfassenden Transaktion ein Tochterunternehmen von Clorox, das eine Kombination aus operativen Geschäften im Bereich Reiniger und Insektizide, der Clorox-Beteiligung an der Henkel Iberica und Barmittel in Höhe von rund 2,1 Mrd. Dollar halten werde. Der durch Marken wie Persil oder Pritt bekannte Konzern erhält damit auch Zugriff auf die Clorox-Produkte wie Soft Scrub und Home Keeper. Clorox erklärte, das an Henkel übertragene operative Geschäft erziele im Geschäftsjahr 2004 Umsätze von rund 161 Mill. Dollar bei einem Vorsteuerertrag aus dem fortlaufenden Geschäft von rund 86 Mill. Dollar.

Zusammen mit dem milliardenschweren Zukauf von Dial werde die Transaktion das Henkel-Geschäft in den USA mit Haushaltsmitteln weiter stärken, teilte Henkel mit. Zudem kann Henkel nun in das Insektizid-Geschäft in Südkorea einsteigen. Henkel hatte Dial, den größten Zukauf seiner Firmengeschichte, für 2,9 Mrd. $ übernommen und diese Transaktion im Frühjahr abgeschlossen. Mit den Übernahmen bietet Henkel US-Konkurrenten wie Procter & Gamble in deren Heimatmarkt die Stirn. Zugleich versucht der Konzern mit der Stärkung des US-Geschäfts, seine Abhängigkeit vom deutschen und europäischen Markt zu verringern, der unter Preiskämpfen und Konsumflaute leidet. „Wir haben (...) eine unserer wichtigsten Finanzbeteiligungen erfolgreich gegen operative Geschäfte eingetauscht“, betonte Konzernchef Ulrich Lehner.

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