Milliardenschweres Zugprojekt
Siemens baut ICE für Russland

Der Münchener Technologiekonzern Siemens hat einen milliardenschweren Großauftrag für den Bau von 60 russischen Hochgeschwindigkeitszügen erhalten.

HB SCHLESWIG. Der Münchener Technologiekonzern Siemens will mit der russischen Eisenbahngesellschaft RZD gemeinsam Hochgeschwindigkeitszüge entwickeln und fertigen. Ein am Dienstag im Rahmen der deutsch-russischen Konsultationen in Schleswig geschlossener Vorvertrag umfasst zunächst den Bau von 60 ICE-Zügen.

Siemens-Chef Heinrich von Pierer bezifferte den Wert des Geschäfts auf rund 1,5 Mrd. €. Zusätzlich gebe es eine Option für die Lieferung von weiteren 90 Zügen. Die Züge sollten für die Strecke Moskau - Sankt Petersburg und später bis Helsinki eingesetzt werden. Wegen unterschiedlicher technischer Voraussetzungen müssten sie jedoch noch angepasst werden. An der Lieferung der ICE-Züge an Russland hingen etwa 1500 Arbeitsplätze, davon je 750 in Deutschland und Russland.

Von Pierer hat das Russland-Geschäft als eine der wichtigen Prioritäten des Konzerns ausgemacht und eine Wachstumsinitiative ausgerufen. Den gegenwärtigen Umsatz mit dem Land bezifferte er auf rund eine Milliarde Euro und bekräftigte, er gehe in der Zukunft von signifikanten Zuwächsen aus. Erst im Sommer hatte Siemens mit Interros ein Gemeinschaftsunternehmen für eine Beteiligung am russischen Maschinenbaukonzern Power Machines gegründet. Mittelfristig haben die Münchener sogar die Möglichkeit, ihren Anteil aufzustocken.

Siemens wird künftig für die Entwicklung und den Bau von Hochgeschwindigkeitszügen mit der russischen Firmengruppe „Neue Technologien“ (NTT) zusammenarbeiten. „Die Produktion soll hauptsächlich in Russland unter Einbeziehung von russischen Lieferanten und Kooperationspartnern erfolgen“, teilte der Konzern in München mit. „Die Fertigstellung des ersten Zuges wird für das Jahr 2007 angestrebt.“

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