Milliardenstrafe droht
US-Regierung klagt wegen Ölpest gegen Energiekonzern BP

Auf BP kommen nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko neue Milliardenforderungen zu. Die US-Regierung verklagt den britischen Energiekonzern und weitere Unternehmen. Sie sollen für alle Kosten haftbar gemacht werden, die bei der schlimmsten Umweltkatastrophe in der US-Geschichte entstanden sind.
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HB WASHINGTON. Die US-Regierung hat Justizminister Eric Holder zufolge Klage gegen insgesamt neun Firmen eingereicht, die gegen Umweltgesetze und Sicherheitsregularien vorstoßen und damit die größte Naturkatastrophe in der Geschichte der USA verursacht hätten.

Es handele sich um eine Zivilklage mit dem Ziel, die Unternehmen für alle entstandenen Kosten haftbar zu machen - also etwa für die massiven Reinigungsarbeiten sowie die langfristigen wirtschaftlichen und ökologischen Schäden durch die Ölpest. "Wir wollen beweisen, dass die Beschuldigten verantwortlich sind", sagte Holder.

Neben BP werfen die Vereinigten Staaten auch dem Besitzer der Unglücks-Plattform, Transocean, dem Miteigentümer Anadarko Petroleum, der Mitsui-Sparte MOEX und dem Versicherer Lloyds of London Verstöße gegen US-Umweltgesetze vor und fordern Schadenersatz.

Die Höhe der Forderung wurde nicht beziffert. Den US-Bestimmungen zufolge kann die Strafe für die Umweltverschmutzung bis zu 4100 Dollar pro Liter Öl betragen, das in den Golf geflossen ist. Voraussetzung hierfür ist grobe Fahrlässigkeit bei den Unternehmen. In der Summe würde dies rund 21 Milliarden Dollar bedeuten. Wird keine grobe Fahrlässigkeit festgestellt, kann die Strafe bei bis zu 1100 Dollar pro Liter liegen, was maximal 5,4 Milliarden Dollar bedeuten würde.

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  • dann allerdings sollte man auch die US-Admin in Regress nehmen dürfen für Kontrollschlampereien
    wie die das lösen wollen: total schleierhaft.

    Norman Schwarzkopf: here they go...
    nix als Probs mit Amateuren.
    ein langjähriger disput, der lediglich attorneys interessieren dürfte.

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