Milliardenumsatz angepeilt
Siemens klammert am grünen Traum

Der Klimagipfel von Durban ist enttäuschend ausgefallen. Dies könnte das Geschäft mit Umwelttechnologien künftig schwieriger machen. Siemens aber will an den ambitionierten Zielen für sein grünes Portfolio festhalten.
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München„Der Markt für grüne Technologien ist da – mit oder ohne Durban“, sagte Siemens-Vorstand Barbara Kux dem Handelsblatt. Branchenexperten sind indes skeptisch. Nach Durban hätten die Staaten weniger Druck, in umweltfreundliche Technologien zu investieren, sagte Theo Kitz, Analyst vom Bankhaus Merck Finck. „Viele haben derzeit ja auch wirklich andere Sorgen.“ Das werde die Geschäfte von Konzernen wie Siemens, ABB oder Schneider mit Umwelttechnologien bremsen.

Siemens sieht sich bei Umwelttechnologien mit einem Portfolio von zuletzt 29,9 Milliarden Euro als Weltmarktführer. Erst 2010 stockte Konzernchef Peter Löscher – damals in einem freundlicheren konjunkturellen Umfeld – die Ziele auf. Bis 2014 soll der Umsatz des grünen Portfolios aus eigener Kraft auf 40 Milliarden Euro steigen. Seit die Aktivitäten der Lichttochter Osram, von der sich Siemens trennen will, nicht mehr hinzugerechnet werden, ist dieses Ziel noch ambitionierter geworden. „Ich bin nach Durban noch skeptischer, ob es erreicht werden kann“, sagte Kitz.

Zukäufe sind vorstellbar

Nötig sind in den kommenden drei Jahren immerhin jährlich Zuwächse von mehr als zehn Prozent. Kux räumt zwar ein, auch das Geschäft mit Umwelttechnologien sei nicht immun gegen einen wirtschaftlichen Abschwung. Doch Siemens halte das 40-Milliarden-Euro-Ziel aufrecht. „Wir arbeiten hart daran, es umzusetzen.“ Schließlich seien Unternehmen und Kommunen gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten daran interessiert, durch Investitionen zum Beispiel die Energiekosten zu senken. Auch im laufenden Geschäftsjahr 2011/12 werde das Umweltportfolio daher wachsen – „und zwar schneller als der Gesamtkonzern“. Zudem seien Zukäufe vorstellbar. „Finanziell haben wir die Ressourcen. Bei Opportunitäten werden wir die Augen nicht verschließen.“

Zum grünen Portfolio zählt Siemens etwa seine Windräder und besonders energieeffiziente Gasturbinen, aber auch Züge und Computertomografen, die weniger Strom verbrauchen als die Vorgänger. Es gibt zwar keine einheitlich verbindlichen Standards, die Beratungsgesellschaft Ernst & Young kontrolliert aber im Auftrag von Siemens die Zusammensetzung des Portfolios. „Einheitliche Standards wären ideal. Das würde zu einer besseren Transparenz führen“, sagte Kux.

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  • Ergänzung meines Kommentars:

    Da es die Politiker lieben Lasten in die Zukunft zu verschieben werden die Subventionen für umweltschädliche Solarzellen und Windmühlen nicht einmalig ausgezahlt, sondern über die folgenden 20 Jahre verteilt.

    Dies hat zur Konsequenz dass die 2005 installierte Solarzelle bis 2025 Subventionen erhält, die 2010 errichtete bis 2030. Die Subventionskosten für die Gesellschaft verharren ohne Zubau auf heutigem Niveau. Jeder weitere Ausbau hat über Jahrzehnte anhaltende zusätzliche Kosten für diese religiösen Monumente zur Folge.
    Analog eines Kettenbriefsystems führt dieses System zur früheren, oder späteren Ueberforderung der Gesellschaft.

    Vandale

  • Hallo Andre, Die 4. Generation von Kernreaktoren ist bislang nur ein Schlagwort. Dahinter verbirgt sich ein unzusammenhängendes Sammelsurium verschiedener Vorschläge und Projekte die teils sinnvoll sind, teils bei Realisierung völlig unwirtschaftlich wären.

    In den kommenden 10 - 20 Jahren werden Druck- und Siedewasserreaktoren den Markt dominieren. Siedewasserreaktoren haben den Vorteil der grösseren Dampfreserve und der besseren Regelbarkeit mittels der Speiswasserpumpen. Bei den Druckwasserreaktoren ist der nukleare Bereich des Kraftwerks kleiner und kompakter. Was spricht denn gegen einen Siedewasserreaktor?

    Zukunftsträchtig sind meines Erachtens Flüssigkernbrennstoffreaktoren, sog. MSR und Schnelle Brüter. Allerdings wird es noch einige Zeit dauern bis die jungen Industrieländer (Indien, Südkorea) die Technik soweit beherrschen dass Sie die von den Altindustriestaaten in den 80er Jahren aufgegebene Entwicklung von Kernkraftwerken vorantreiben können. Ein modernes Kernkraftwerk ist nun mal etwas komplexer als eine mittelalterliche Windmühle.

    Vandale

  • Die Energiedichte von Wind und Sonne ist zu gering um diese industriell nutzen zu können. Die Unstetigkeit des Wetters, bzw. der Stromeinspeisung erfordert Schattenkraftwerke in der Grössenordnung der Kapazitäten dieser Stromerzeuger. Letztlich wird ein umweltschädlicher, weitgehend wertloser Strom zu extremen Kosten erzeugt.

    Dies bedeuted dass die gesamte Oekobranche von der Politik und deren Subventionen zu Lasten der Gesellschaft abhängt.

    Aufgrund dessen, dass die meisten Altindustriestaaten die aufgrund ökoreligiöser Motive enorme Subventionen zugunsten dieser "Erneuerbaren Energien" leisten, zunehmend ihre finanziellen Leistungsgrenzen erreichen, ist davon auszugehen dass die Subventionen künftig eher reduziert werden. Es gibt (Spanien)und wird weitere Länder geben in denen rückwirkende Reduktionen von Subventionen beschlossen werden.

    Die im Grund mittelalterlichen Windmühlen und auch die Solarzellen sind nicht allzu komplex. Deshalb werden diese zunehmend in Asien gefertigt.

    Ich gehe davon aus, dass sich der von der Deutschen Regierung unterstützte/gewollte Weg von Siemens hin zum Anbieter "Erneuerbarer Energien" für Siemens nicht auszahlen wird.

    Vandale

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