Millionen-Geldbuße
Tchibo wehrt sich gegen Kartellstrafe

Der Kaffeeröster Tchibo will sich nach einem Medienbericht gegen eine Kartellstrafe in Millionenhöhe wehren.
  • 2

HB HAMBURG. Wegen unerlaubter Preisabsprachen hatte das Bundeskartellamt Geldbußen in Höhe von knapp 160 Mio. Euro gegen drei Kaffeeanbieter verhängt. Tchibo müsse davon mehr als 60 Mio. Euro übernehmen, berichtete das "Hamburger Abendblatt" am Donnerstag. Das Hamburger Unternehmen halte diese Summe für ungerechtfertigt und wolle vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf gegen den Strafbefehl klagen.

Die großen Kaffee-Anbieter Tchibo, Melitta und Dallmayr haben nach Ansicht der Wettbewerbshüter jahrelang ihre Preise auf Kosten der Verbraucher künstlich hoch gehalten. Auch die Melitta Kaffee GmbH will die Geldbuße nicht akzeptieren und Rechtsmittel einlegen. Dallmayr kritisierte die Geldbuße als völlig überzogen, ließ das weitere Vorgehen aber offen. Seit mindestens Anfang 2000 bis zu einer Durchsuchung der Unternehmen im Juli 2008 seien mehrfach Preiserhöhungen abgesprochen worden - zulasten der Endverbraucher, hatte das Kartellamt am Montag mitgeteilt. Dadurch kletterten die Preise wichtiger Produkte wie Filterkaffee, Espresso, Kaffeepads und Kaffeebohnen teilweise drastisch.

Kommentare zu " Millionen-Geldbuße: Tchibo wehrt sich gegen Kartellstrafe"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Herr Prehn hat volkommen recht !

  • Preisabsprachen Hin u. Her. Um Gewinne zu machen und Existenzen und Arbeitsplaetze zu sichern ist es oft unumgaenglich u.unvermeidbar. Eines zieht dass Andere eben nach sich.Wieso wird sich der Eine oder Andere fragen?! Wir halten die Taktik fuer gut bis sehr gut, da hierdurch eben viele ueberstehen und somit die Existenzen vieler absichern. Eines ist doch jedem klar: barbarischer Konkurrenzkampf ist nur Erfolgreich fuer dem der die besseren Kredithaie/Kapitalinvestoren im Ruecken hat, und die etwas Schwaecheren gehen zugrunde, somit wie oben angefuehrt viele Existenzen.Also besser eine Absprache und Preissanhebung als ein Monopol der alle/alles in den Abgrund reisst. Fazit: Etwas Kartell muss sicherlich sein, aber gesundes Miteinander (Preisabsprachen) auch um alles zu retten!!Oder glaubt allen Ernstes jemand das ein oder zwei, die uebrig bleiben, dieses nicht tun. Und Preisabsprachen muessen erst einmal explizit bewiesen werden.Das Kartellamt ist kein Gutmenschen- Verein, sondern gerade oder wegen der Engstirnigkeit ein grandioser Arbeitsplatzvernichter
    Viele Gruesse aus brasilien
    Klaus Prehn m.Frau u.Kollegen

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%