Millionen-Plus
Fiat profitiert von GM-Freikauf

Der italienische Traditionskonzern Fiat hat das erste Quartal vor allem dank einer Sondereinnahme vom US-Autobauer General Motors (GM) mit einem höheren Betriebsgewinn abgeschlossen.

HB MAILAND. Im Vierteljahr habe sich nach dem Eingang erster Zahlungen von GM ein operativer Gewinn von 729 Mill. € ergeben nach 71 Mill. € im Vorjahr, teilte Fiat am Dienstag mit. Der Umsatz sank auf 10,75 Mrd. € von 11,02 Mrd. € im Vorjahr. Dabei sei ein Netto-Gewinn von 293 Mill. € nach einem Netto-Verlust im Vorjahr von 392 Mill. € erwirtschaftet worden. Ohne die Zahlung von GM sei ein Verlust von 245 Mill. € entstanden. Bei Fiat Auto verringerte sich im ersten Quartal der Verlust auf 129 Mill. € von 146 Mill. €. Hier hatten Analysten im Schnitt mit 170 Mill. € Verlust gerechnet. Der Umsatz sank in der Sparte auf 4,62 Mrd. € von 5,10 Mrd. €.

GM hatte sich mit Fiat im Frühjahr darauf geeinigt, sich für 1,55 Mrd. € von der Verpflichtung frei zu kaufen, die defizitäre Auto-Sparte übernehmen zu müssen. Fiat hatte 20 % seiner Anteile an Fiat Auto im Jahr 2000 an GM verkauft und eine Option zum Verkauf der restlichen 80 % mit GM vereinbart. Fiat-Auto peile jährliche Einsparungen von 500 Mill. € an, teilte der Konzern weiter mit. Dies solle eine generell vorsichtigere Ausgabenpolitik, eine Reduzierung der Kosten für Beschäftigte und Werbung sowie mögliche Kooperationen mit Partnern in Forschung und Entwicklung erreicht werden. Der Kurs der Fiat-Aktie sackte an der Börse in Mailand um rund fünf Prozent auf 5,38 € ab. Händler machten dafür Enttäuschung darüber verantwortlich, dass die GM-Zahlung keinen stärkeren Effekt auf das Ergebnis gehabt habe.

In seinen anderen Fahrzeug-Sparten schrieb der italienische Konzern schwarze Zahlen. So erzielte der Lkw- und Bushersteller Iveco einen höheren Gewinn und steigerte den Umsatz um 4,8 % auf 2,23 Mrd. €. Der Traktoren- und Planierraupen-Produzent CNH Global verdiente operativ mit 124 Mill. € 5,1 % mehr. Die Einnahmen wuchsen um 1,6 % auf 2,33 Mrd. €. Für 2005 bekräftigte das Unternehmen seine Ziele. Dazu zählt ein Abbau der Brutto-Schulden bis zum Jahresende auf weniger als 25 Mrd. von 32,1 Mrd. € Ende März.

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