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28.11.2007 

Porsche sieht sich aus dem Stand zu einer Übernahme von VW in der Lage. „Wir sind jederzeit vorbereitet, wenn wir wollen“, sagte Vorstandschef Wendelin Wiedeking am Mittwoch in Stuttgart unter Hinweis auf die finanzielle Absicherung einer möglichen Übernahme. „Nur den Knopf drücken zu müssen, ist eine gute Basis.“

Einen konkreten Zeitplan wollte er aber nicht nennen. „Die Züge definieren wir und kein anderer, und wir lassen uns auch von keinem unter Druck setzen.“ Wiedeking hatte in der vergangenen Woche aber erkennen lassen, dass eine vollständige Übernahme von Volkswagen derzeit nicht auf der Tagesordnung steht. Er sagte, dies werde „nicht morgen und nicht übermorgen“ passieren.

Am Mittwoch verteidigte der Vorstandschef zugleich die umstrittene Mitbestimmungsregelung in der Porsche -Holding, die bei den Arbeitnehmervertretern von Volkswagen auf massive Kritik stößt. "Es war und es ist nicht unsere Absicht, Mitspieler zu demütigen“, sagte Wiedeking. Die Anteilseigner von Porsche hätten sich in der Aufsichtsratssitzung Mitte November nochmals klar und eindeutig für die Mitbestimmungsvereinbarung der künftigen Holding ausgesprochen. "Dieses Bekenntnis unterstreicht den Rückhalt, den das Vertragswerk bei den Familiengesellschaftern Porsche und Piëch hat“, sagte Wiedeking. In der Porsche -Holding sind der VW -Anteil von derzeit 31 Prozent und das Geschäft des Sportwagenbauers gebündelt.

Die Arbeitnehmervertreter von Volkswagen befürchten, dass sie bei einer möglichen Übernahme in den Gremien der Holding nicht angemessen vertreten sind. Der Wolfsburger Konzern hat um ein Vielfaches mehr Beschäftigte als der Stuttgarter Sportwagenbauer. Der VW -Betriebsrat hatte vor ein paar Tagen Klage gegen die Vereinbarung eingereicht. Wiedeking sagte, wenn der letzte Schachzug anstehe, wollen man sich mit den Mitspielern auf Augenhöhe begegnen, "ihnen die Hand reichen und gemeinsam ein Projekt stemmen, das uns am Ende zuversichtlich in die Zukunft schauen lässt“.

Der Cayenne war die erfolgreichste unter den drei Baureihen in den ersten vier Monaten des Geschäftsjahres. Der Absatz stieg den vorläufigen Zahlen zufolge um 76 Prozent auf 13 400 Fahrzeuge. Beim 911-er verzeichnete Porsche ein Absatzplus von mindestens drei Prozent auf 10 800 Fahrzeuge. Die Boxster-Baureihe einschließlich der Cayman-Modelle verbuchte dagegen einen Rückgang um rund 17 Prozent auf 6 500 Autos.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Porsche bereitet sich auf mögliche Krise in den USA vor

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