Millionenverlust im Quartal
Kodak stößt Digitalkamera-Produktion ab

Die Geschäfte bei Kodak laufen schlecht. Das zeigen die Zahlen des zweiten Quartals. Um Kosten einzusparen, verkauft der Fotokonzern deshalb seine gesamte Digitalkamera-Produktion an den Auftragsfertiger Flextronics.

HB ROCHESTER. Flextronics übernehme weltweit die Produktion und den Vertrieb von digitalen Kameras, teilte Kodak bei der Vorlage der Zwischenbilanz am Dienstag mit. Auch bei Design und Entwicklung wird Flextronics künftig mitreden. 500 Kodak-Beschäftigte wechseln in diesem Zusammenhang den Arbeitgeber. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.

Flextronics ist einer der größten Auftragshersteller. Das Unternehmen aus Singapur hatte erst im Juni einen Großteil der Lego-Produktion übernommen. Kodak wiederum gehört zu den Riesen der Fotobranche, hatte aber Probleme mit dem Übergang von der filmbasierten zur Digitalfotografie. Denn bei Digitalkameras ist die Konkurrenz größer und die Margen niedriger als bei der Filmproduktion.

Kodak hat im zweiten Quartal wegen seines schwächeren traditionellen Film- und Filmentwicklungs-Geschäfts sowie Restrukturierungskosten einen hohen Verlust ausgewiesen. Das Quartalsminus belief sich auf 282 Mill. Dollar (224 Mill. Euro) nach einem Minus von 155 Mill. Dollar vor einem Jahr. Der Verlust pro Aktie erhöhte sich von 54 auf 98 Cent. Der Umsatz schrumpfte von 3,7 Prozent auf 3,4 Mrd. Dollar.

Um aus den roten Zahlen zu kommen, strich Kodak im Quartal 1 630 Stellen. Im Rahmen seines laufenden Restrukturierungsprogramms hat das Unternehmen bereits 20 500 Stellen abgebaut. Insgesamt will die Gesellschaft bis Ende 2007 rund 25 000 bis 27 000 Stellen streichen. Die Kosten der Restrukturierung bezifferte Kodak auf 3 bis 3,4 Mrd. Dollar.

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