Millionenverluste
Farmatic-Aktie stürzt ab

Da Bankengespräche zu keinem abschließenden Ergebnis geführt hätten, beabsichtige das Unternehmen, noch am Mittwoch Insolvenzantrag zu stellen, teilte Farmatic mit. Der Biogas-Spezialist war im Jahr 2002 mit einem Betriebsverlust von über 35 Millionen Euro in die roten Zahlen geraten.

HB FRANKFURT. Der Biogas-Spezialist Farmatic Biotech Energy will Insolvenzantrag stellen. Details nannte das Nortorfer Unternehmen nicht, für eine Stellungnahme war zunächst niemand zu erreichen. Die Farmatic-Aktie war zwischenzeitlich vom Handel ausgesetzt und verlor bei Wiederaufnahme 61,2 Prozent auf 0,33 Euro. Farmatic war am 9. April 2001 zu einem Ausgabepreis von 17 Euro je Aktie am Neuen Markt gestartet.

Im Geschäftsbericht zum dritten Quartal 2003 hatte die Firma im Dezember mitgeteilt, dass sich die Finanzierungsgespräche mit den beteiligten Banken und Investoren wegen des hohen Abstimmungsbedarfs und der regelmäßigen Anpassung der kurzfristigen Bedarfsplanung verzögerten. Bei Umsätzen von 15,6 Millionen Euro hatte das Unternehmen für das dritte Quartal einen Verlust von 13,8 Millionen Euro ausgewiesen.

Ende Januar hatte die bereits seit längerem finanziell angeschlagene Farmatic laut Informationen auf ihrer Internetseite zusätzliche Kosteneinsparungen und eine verstärkte Konzentration auf das Kerngeschäft beschlossen. Zudem hatte Farmatic angekündigt, sich aus der Finanzierung neuer Biokraftwerke zurückzuziehen. „In der Vergangenheit mussten solche Forderungen und auch Beteiligungen an Biogasanlagen in hohem Maße wertberichtigt werden“, heißt es auf der Internetseite. Für 2004 lagen Ende Januar den Angaben im Internet zufolge Aufträge über 29,8 Millionen Euro vor. Farmatic ist nach eigenen Angaben auf die Umwandlung von Biomasse in Biogas und der damit verbundenen Erzeugung regenerativer Energie spezialisiert.

Farmatic war im Jahr 2002 mit einem Betriebsverlust von über 35 Millionen Euro in die roten Zahlen geraten. Ende Mai vergangenen Jahres hatte die Firma dann mitgeteilt, dass durch Abschreibungen und Verzögerungen bei Aufträgen mindestens die Hälfte des Grundkapitals aufgezehrt sei.

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