Minderheitsaktionäre RWE und EnBW sind verärgert
Streit um Allianz von MVV und Rhein-Energie

Der Zusammenschluss der beiden Kommunalversorger Rhein-Energie aus Köln und MVV Energie aus Mannheim sorgt inzwischen bei beiden Unternehmen für Ärger unter den Großaktionären. Nach Informationen des Handelsblatts aus Unternehmenskreisen hat der Aufsichtsrat der Rhein-Energie zwar bereits am Mittwoch grünes Licht für einen Einstieg bei der MVV gegeben.

juf DÜSSELDORF. Minderheitsaktionär RWE, der 20 Prozent der Anteile hält, äußerte aber ernste Bedenken. Man sehe wenig Synergieeffekte und habe Zweifel an der Wirtschaftlichkeit, hieß es aus Kreisen des Unternehmens. Bei der MVV ist Miteigentümer Energie Baden-Württemberg (EnBW) verärgert, weil er selber seinen Anteil von derzeit 15 Prozent aufstocken wollte.

Die Stadt Mannheim reduziert ihren Anteil an der MVV um 16 auf knapp über 50 Prozent. Nach wochenlangen Verhandlungen mit mehreren Interessenten hat nun die Rhein-Energie den Zuschlag erhalten. Das Angebot soll bei rund 300 Mill. Euro liegen. Zusätzlich planen die beiden Unternehmen aber auch eine umfassende Kooperation, die in einem Konsortialvertrag geregelt wird. Die Unternehmen wollen in zahlreichen Bereichen wie etwa im Großhandel, dem Bau von Kraftwerken oder der IT zusammen arbeiten, um ein kommunales Gegengewicht zu den vier großen Energiekonzernen Eon, RWE, Vattenfall Europe und EnBW zu schaffen. „Der Widerstand von RWE und EnBW zeigt, wie ernst sie unsere Pläne nehmen“, heißt es aus MVV-Kreisen.

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