Minicomputerhersteller
Kontron steigert Auftragsbestand

Der Minicomputerhersteller Kontron sieht sich inmitten der globalen Wirtschaftskrise solide finanziert und kann auf einen hohen Auftragsbestand zurückgreifen. Der Kassenbestand liege bei 53,1 Millionen Euro und die Eigenkapitalquote bei 73,1 Prozent.

HB ECHING/MÜNCHEN. Der Minicomputer-Hersteller Kontron hat seinen Gewinn im vergangenen Jahr dank anhaltend hoher Nachfrage und Einsparungen deutlich gesteigert. Der Überschuss sei im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozent auf 36,3 Mio. Euro geklettert, teilte das im TecDax notierte Unternehmen am Dienstag in Eching mit. Vor Zinsen und Steuern (EBIT) verdiente Kontron mit 48,3 Mio. Euro rund zwei Mio. Euro mehr als im Vorjahr. Die operative Marge lag damit bei knapp zehn Prozent. Der Umsatz stieg ebenfalls um elf Prozent auf 496,9 Mio. Euro.

Eine konkrete Prognose für 2009 gab das Unternehmen zunächst nicht ab. Kontron habe aber „beste Chancen, profitabel im Markt zu bestehen“, sagte Vorstandschef Ulrich Gehrmann laut Mitteilung. Dafür spreche unter anderem das mit knapp 300 Mio. Euro nach wie vor gut gefüllte Auftragsbuch. An den Plänen, die EBIT-Marge bis 2011 auf zwölf Prozent zu steigern, ändere sich nichts.

Eine schnelle Besserung der wirtschaftlichen Lage sei nicht in Sicht. „Wir gehen davon aus, dass die aktuell sehr unsichere Wirtschaftssituation bis 2010 anhält“. Kontron sei aber solide finanziert und könne die Krise gut überstehen. Der Kassenbestand liege bei 53,1 Mio. Euro und die Eigenkapitalquote bei 73,1 Prozent.

An der Börse wurden die Zahlen gut aufgenommen, die Kontron-Aktie legte am Vormittag zeitweise um mehr als drei Prozent auf 7,02 Euro zu. Kontron baut schmutz- und stoßresistente Computer, die zum Beispiel in Navigationssystemen, Maschinen und Fertigungsanlagen verbaut werden. Das Unternehmen beschäftigt 2500 Mitarbeiter.

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