Minister zu China-Spekulationen
„Peugeot bleibt französisch“

Wer hilft dem angeschlagenen Autobauer Peugeot? In der Diskussion: Der chinesische Partner Dongfeng und der französische Staat. Nun spricht Frankreichs Industrieminister. Peugeot soll in französischer Hand bleiben.
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ParisDer angeschlagene französische Autobauer PSA Peugeot Citroen wird nach Angaben der Regierung nicht in ausländische Hände gegeben. „PSA wird ein französisches Unternehmen bleiben“, sagte Industrieminister Arnaud Montebourg der Zeitung „Le Parisien“. In der Diskussion ist aktuell, ob der chinesische Partner Dongfeng sowie der französische Staat bei Peugeot einsteigt. Dadurch würde die Gründer-Familie Peugeot die Kontrollmehrheit verlieren. Derzeit ist sie an der 1810 gegründeten Firma mit 25,4 Prozent beteiligt und hält 38,1 Prozent der Stimmrechte. Auch der Anteil der Opel-Mutter General Motors würde dann verwässern. Dongfeng und Peugeot arbeiten bereits in China eng zusammen.

Am Dienstag beriet der Peugeot-Aufsichtsrat Insidern zufolge über Zukunftsoptionen für Peugeot. Für eine Entscheidung sei es aber noch zu früh, sagte eine mit der Sache vertraute Person. Auf die Frage, ob das bedeute, dass Dongfeng nicht bei Peugeot einsteige, erklärte der Minister: „Das habe ich nicht gesagt. Ich sage, dass das Unternehmen in Frankreich verankert und französisch bleiben wird.“

Dem Renault -Rivalen mangelt es angesichts des Nachfrage-Einbruchs an liquiden Mitteln. 2013 hatte PSA fünf Milliarden Euro Verlust eingefahren und wird bereits mit Staatshilfen im Umfang von sieben Milliarden Euro gestützt. Peugeot muss Kosten einsparen, kommt dabei aber nur schwerlich voran. Verteilt über zwei Jahre sollen 11.200 Stellen gestrichen werden. Am Mittwoch will Peugeot Quartalszahlen vorlegen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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