Mischkonzern
A-Tec wird von einheimischem Investor übernommen

Schon seit längerem stand der Mischkonzern A-Tec am Abgrund - nun nimmt sich ein österreichischer Investor des Sanierungsfalls an. Die Filetstücke des Technikkonzerns werden weitergereicht.
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MünchenEin einheimischer Investor übernimmt den österreichischen Sanierungsfall A-Tec . Der Mischkonzern nehme das Angebot der Contor Industries GmbH an, teilte das Wiener Unternehmen am Montag mit. Damit könnten die Gläubiger wie im Sanierungsplan vorgesehen mit einer Rückzahlung von 47 Prozent ihres Geldes rechnen, hieß es.

Die bislang unbeschriebene Contor Industries, die ihren Sitz an der gleichen Adresse wie A-Tec hat, reicht zugleich die Filetstücke des schwer angeschlagenen Technikkonzerns weiter. Die Motorentochter ATB Austria Antriebstechnik gehe an die chinesische Wolong, die Minerals & Metals Holding an den US-Finanzinvestor Solstice International Investments. Das Kraftwerk Voitsberg kaufe der arabische Investor PalmSquare International, hieß es.

Alternativ dazu biete Wolong dafür eine Brückenfinanzierung. Die Kaufpreise müssten bis Ende des Monats dem Treuhänder überwiesen werden. Die Angebote seien mit den Banken und Kreditversicherern erörtert und deren Wünschen angepasst worden, teilte das Unternehmen weiter mit.

Contor ist dem langjährigen A-Tec-Eigentümer Mirko Kovats zufolge von dem „selbständigen Berater“ Thomas Schätti gegründet worden, der zuvor bei A-Tec beschäftigt war und Reuters-Daten zufolge im Verwaltungsrat der ATB-Tochter Lindeteves-Jacoberg sitzt. Kovats bestreitet, dass Contor eine Strohfirma sei. Der Industrielle hat seinen Rückzug von der A-Tec-Spitze für den Zeitpunkt angekündigt, wenn ein Investor gefunden ist.

Der Mischkonzern steht seit längerem am Abgrund. Nach hohen Verlusten der Kraftwerkstochter Austrian Energy & Environment mit Projekten in Australien schockierte A-Tec den Markt im vergangenen Oktober mit dem Start eines Sanierungsverfahrens, in dessen Rahmen Kovats ein Ausgleich mit Banken und den übrigen Gläubigern finden wollte. Er bot zunächst an, 30 Prozent der Gesamtschulden zu begleichen. Den Geldgebern war das zu wenig. Nach wochenlangem Ringen um den Sanierungsplan stimmte im Dezember eine große Mehrheit der Gläubiger einer Erstattungs-Quote von 47 Prozent zu.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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