Mischkonzern
Evonik kürzt Bezüge

Der Mischkonzern Evonik hat mit Betriebsrat und Gewerkschaften ein Millionen-Sparpaket vereinbart. Hintergrund ist der Nachfrageeinbruch in der wichtigen Chemiesparte. Die Grundvergütungen der Führungskräfte würden 2009 eingefroren.

HB ESSEN. Außerdem werden Bonusleistungen und andere variable Entgeltbestandteile aller Beschäftigten im Geschäftsjahr um 50 Prozent gekürzt, teilten Evonik und die Gewerkschaft IG BCE am Freitag mit. Damit sollen die Personalkosten 2009 um 100 Mio. Euro sinken; weitere 200 Mio. Euro will Evonik an Sachkosten sparen. Auch die Vorstände hätten dem Aufsichtsrat eine 50-Prozent-Kürzung ihrer Boni angeboten, sagte eine Sprecherin.

Zugleich sicherte das Unternehmen zu, bis Juni 2010 bei normaler Entwicklung des Essener Unternehmens keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen. Auszubildende würden 2009 nach Abschluss der Lehre für mindestens sechs Monate übernommen.

Damit leisteten alle Mitarbeitergruppen einen Beitrag zur Krisenbewältigung, erklärte Vorstandschef Klaus Engel. Ein Gewerkschaftssprecher nannte die Einigung "ausgewogen". Die für Evonik mit knapp drei Viertel des Umsatzes wichtigste Sparte Chemie leidet stark unter der Krise der Auto- und Reifenindustrie. Der Konzern hatte für 2009 Umsatz- und Gewinnrückgänge angekündigt, rechnet aber weiter mit schwarzen Zahlen.

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