Mischkonzern
Evonik überprüft die Strategie

Der Essener Mischkonzern Evonik hat die Bank JP Morgan beauftragt, Vorschläge für eine Weiterentwicklung der Strategie zu erarbeiten. Der Auftrag wurde Anfang Juli erteilt und gilt für ein halbes Jahr.

MANNHEIM. Es gehe bei dem Auftrag weder um die Ausarbeitung von Sparvorschlägen noch um die Zerschlagung des Konzerns, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit und nahm damit Stellung zu Spekulationen der Financial Times Deutschland. "Die Zerschlagung des Konzerns ist eine Spekulation, die wir zurückweisen", sagte ein Unternehmenssprecher.

"Richtig ist, dass wir derzeit wieder einmal eine Portfolioanalyse aller Einzelaktivitäten des gesamten Konzerns durchführen. Wir prüfen, was die wesentlichen Werttreiber sind und wie diese nachhaltig weiterentwickelt werden können. Dabei werden wir von der Investmentbank JP Morgan unterstützt." Es gebe auch keine Vorgaben.

Wie es aus Konzernkreisen heißt, hatte der Vorstand Anfang Juni sechs Banken eingeladen, ein Konzept vorzulegen. Darunter waren auch die bisher stets als Berater vertretenen Morgan Stanley und Deutsche Bank. Diese waren regelmäßig vom früheren Evonik-Chef Werner Müller berufen worden. Jetzt hat sich der Vorstand unter dem neuen Chef Klaus Engel nur für JP Morgan entschieden.

Der Mischkonzern Evonik mit einem Umsatz von rund 16 Mrd. Euro besteht aus den drei Geschäftsfeldern Chemie, Energie und Immobilien, wobei der Chemiebereich bei weitem überwiegt. Engel hatte bereits kurz nach seinem Amtsantritt angekündigt, die Immobiliensparte als kleinsten der Konzernbereiche auf mittlere Sicht zu verkaufen.

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