Mischkonzern
Freudenberg setzt auf Wachstum in Schwellenländern

Die Freudenberg-Gruppe konnte im vergangenen Jahr ihren Umsatz um 5,5 Prozent steigern. Das soll so weitergehen: Die Hoffnungen in diesem Jahr ruhen auf den Schwellenländern und den USA.
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Frankfurt Die Freudenberg-Gruppe setzt ihre Wachstumshoffnungen für das laufende Jahr vor allem in die Schwellenländer und die USA. „Wir gehen davon aus, dass der für Freudenberg wichtige Absatzmarkt China kräftig wächst, Indien und Brasilien wieder deutlich zulegen werden und die USA ein stabiles Wachstum generieren“, erklärte der Chef des weltweit tätigen Familienunternehmens, Mohsen Sohi, am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz.

Für den Euro-Raum gehe er dagegen nur von einem minimalen Wachstum aus, in Italien und Spanien erwartet er angesichts der Schuldenkrise sogar Rückgänge. Die Gemütslage bezeichnete Freudenberg als „verhalten optimistisch“. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte erwarte der Konzern deutliche Wachstumsimpulse.

Im vorigen Jahr steigerte der Konzern aus Weinheim an der Bergstraße seinen Umsatz um 5,5 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro. Der Gewinn kletterte um 17 Prozent auf 433 Millionen Euro - auch dank einiger Zukäufe. Freudenberg ist in verschiedenen Branchen aktiv, stellt etwa Dichtungen und Vliesstoffe her, aber auch Spezialschmierstoffe und medizintechnische Produkte. Der Konzern beschäftigt rund 37.500 Mitarbeiter.

Künftig will Freudenberg weiter „selektiv in den Wachstumsmärkten“ zukaufen. Fünf Geschäftsfelder hätten bei Investitionen Priorität: Chemische Oberflächenbehandlung, Medizintechnik, Öl und Gas, Industriefilter und Schwingungstechnik. „Die Strategie steht im Einklang mit unserem Geschäftsprinzip Nischen zu besetzen, in denen wir einer der Marktführer werden können oder bereits sind.“ Insgesamt plant der Konzern in diesem Jahr 300 Millionen Euro an Investitionen, davon 30 Prozent in Deutschland.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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