Mischkonzern: Freudenberg stellt erneut Umsatzrekorde auf

Mischkonzern
Freudenberg stellt erneut Umsatzrekorde auf

Trotz Materialpreissteigerungen und der schwachen Konjunktur in eigen Staaten konnte der Mischkonzern zum zweiten Mal in Folge Rekorde aufstellen. Das verdankt Freudenberg nicht zuletzt seiner globalen Aufstellung.
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WeinheimDer Mischkonzern Freudenberg glänzt zum zweiten Mal in Folge mit Rekorden bei Gewinn und Umsatz. Der Umsatz der global aufgestellten Gruppe in Familienbesitz stieg 2011 um knapp zehn Prozent auf rund sechs Milliarden Euro. Unter dem Strich steigerte Freudenberg, bekannt als Autozulieferer, IT-Dienstleister und Hersteller von Haushaltsprodukten (Marke „vileda“), den Gewinn um 37 Millionen auf 358 Millionen Euro.

Es sei gelungen, Materialpreissteigerungen und die schwache Konjunktur in den südeuropäischen Staaten durch das Engagement in den Wachstumsregionen der Welt auszugleichen, sagte der Sprecher der Unternehmensleitung, Peter Bettermann, am Mittwoch in Weinheim.

Die Entwicklung im ersten Halbjahr 2012 sei insgesamt zufriedenstellend, ob dies im der zweiten Jahreshälfte so weitergehe, hänge stark vom weiteren Verlauf der Schuldenkrise und der Rohstoffpreisentwicklung ab, so Bettermann.

Für die Zeit von 2012 bis 2016 rechnet Mohsen Sohi, der ab Juli die Nachfolge Bettermanns antreten wird, mit einem durchschnittlichen Wachstum von vier Prozent. Die Ernennung des gebürtigen Iraners mit amerikanischen Pass unterstreicht die internationale Ausrichtung des Konzerns, der seinen Sitz in Weinheim (Rhein-Neckar-Kreis) hat.

Der Plan, den Anteil des Automobilsektors von einem Drittel auf ein Viertel zu reduzieren, werde in den kommenden zwei bis drei Jahren erreicht - allerdings nicht nur wie zunächst geplant, durch Wachstum der anderen Unternehmensbereiche, sondern auch durch gezielte Verkäufe, sagte Bettermann. Dies sei vor allem auf das überraschend starke Wachstum der Aufträge aus der Automobilindustrie zurückzuführen. In den kommenden Jahren will der Konzern 1,5 Milliarden Euro investieren - 30 Prozent davon in Deutschland.

Der Konzern beschäftigte Ende vergangenen Jahres rund 37.000 Mitarbeiter, 2700 mehr als im Vorjahr. In Deutschland stieg die Zahl der Beschäftigten um 4,5 Prozent auf rund 11.000.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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