Mischkonzern: General Electric mit vier Milliarden Dollar Gewinn

Mischkonzern
General Electric mit vier Milliarden Dollar Gewinn

Für die letzten drei Monaten des Jahres 2012 meldet der Mischkonzern General Electric einen Gewinn von vier Milliarden Dollar. Auch neues Wachstum ist für den US-Konzern in Sicht.
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Fairfield, New YorkDer Ausbau der Energietechnik-Sparte macht sich für den US-Industriekonzern General Electric bezahlt. Dank der florierenden Geschäfte vor allem im Segment Öl und Gas sowie mit Flugzeug-Triebwerken erwirtschaftete der größte Konzern der USA im vierten Quartal einen Gewinn von vier Milliarden Dollar, ein Plus von 7,5 Prozent binnen Jahresfrist. Die Nachfrage sei vor allem in China und in Öl-produzierenden Ländern gut gewesen und habe die Schwächen auf dem Heimatmarkt sowie in Europa ausgeglichen, sagte der Chef des Siemens-Konkurrenten, Jeff Immelt, am Freitag.

Auf diese Regionen setze er auch für die Zukunft, da die Aussichten der Industrienationen unsicher blieben. Der Markt zeigte sich begeistert, die Aktie legte vorbörslich um drei Prozent zu. Vor allem der Auftragsbestand sorgte für Entzücken. „Ich habe nicht damit gerechnet, dass er um 3,5 Prozent anzieht“, sagte Jack De Gan, Chef-Investmentstratege bei Harbor Advisory Corp. Ohne die Flaute bei Windturbinen, die in den USA nicht mehr steuerlich gefördert werden, wuchsen die Bestellungen im Schlussquartal um 7 Prozent.

Der Auftragsbestand wird von Experten stark beachtet, da er Aufschluss über künftige Umsätze bietet. GE hatte zum Ende des vierten Quartals Orders über 210 Milliarden Dollar in den Büchern. Der Umsatz kletterte um 3,6 Prozent auf rund 39 Milliarden Dollar. Der Gewinn legte zwar in allen Bereichen des Konzerns zu, dessen Produktpalette wie bei Siemens von der Glühbirne über Lokomotiven bis zum Computertomographen reicht.

Die stärksten Zuwächse verzeichnete jedoch die Energie-Technik mit einem Plus von 14 Prozent sowie Flugzeugantriebe mit einem Plus von 22 Prozent. Die Sparte profitiert weiter vom Boom der Branche. Viele Airlines erneuern ihre Flotten, um mit den moderneren Triebwerken Spritkosten zu senken.

Daran dürfte auch die Pannenserie des Dreamliners von Boeing nichts ändern, die ohnehin nicht auf die Antriebe zurückzuführen ist. In dieser Woche ordneten die Luftfahrtbehörden in den USA, Europa, Japan und Indien an, die 787 wegen Problemen mit den Batterien am Boden zu halten.

In den vergangenen Jahren hat Immelt das Energiegeschäft stetig ausgeweitet und das risikoreichere Bankgeschäft zurückgefahren. Zur Stärkung der Flugzeugtriebwerksparte kaufte GE jüngst das Luftfahrt-Geschäft der italienischen Avio. Die Übernahmen ließ sich GE Milliarden kosten. Damit schlägt sich der US-Konzern besser als Siemens. Die Münchener haben durch ihren Schwerpunkt auf Europa nicht nur mit der schlechten Wirtschaftslage zu kämpfen. Auch hausgemachte Probleme wie verpatzte Projekte machen dem Konzern schwer zu schaffen.

Der deutsche Rivale Siemens will seine Zahlen für die Zeit zwischen Oktober und Dezember am kommenden Mittwoch veröffentlichen. Die Münchner haben sich ein 6 Milliarden Euro schweres Sparprogramm auferlegt, um wieder zur internationalen Konkurrenz aufzuschließen. Unter anderem Probleme beim Anschluss von Windkraftanlagen auf hoher See und lange Verspätungen bei der Auslieferung von Zügen an die Bahn hatten Siemens im vergangenen Jahr gebremst.

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