Mischkonzern hebt Prognose für das Gesamtjahr an
Thyssen-Krupp verschiebt die Schulz-Nachfolge auf 2008

Der Stahl- und Investitionsgüterkonzern Thyssen-Krupp hat die Entscheidung über die langfristige Neuordnung an der Konzernspitze vertagt.

mjh DÜSSELDORF. Der Aufsichtsrat hat beschlossen – weil sich offenbar im Moment kein Nachfolger aus den eigenen Reihen aufdrängt –, dass der amtierende Vorstandsvorsitzende Ekkehard Schulz weiter im Amt bleibt. Sein Vertrag soll Anfang 2006 um weitere Jahre bis Januar 2009 verlängert werden.

Der frühere Stahlchef von Thyssen, der den Konzern seit der Fusion mit dem einstigen Rivalen Krupp im Jahr 1999 führt, wäre dann fast 68 Jahre alt. Bislang war für die Spitzenmanager des Konzerns zumeist mit 63 Schluss. Aber für Schulz, der im Juli 64 wurde, machte der Aufsichtsrat bereits 2004 eine Ausnahme. Sein Vertrag wurde bis Januar 2007 verlängert.

Bis vor wenigen Monaten noch galt Ulrich Middelmann, 60, ein früherer Krupp-Vorstand und Vertrauter des Aufsichtsratsvorsitzenden Gerhard Cromme, als aussichtsreicher Kandidat. Doch mit der Vertragsverlängerung von Konzernchef Schulz muss sein Stellvertreter Middelmann seine Hoffnungen nun endgültig begraben. Er wäre, wenn Schulz 2009 endgültig abtritt, bereits 64.

Vor drei Jahren hatte Thyssen-Krupp die Führungsriege stark verjüngt und mit Stefan Kirsten (Metro), Olaf Berlien (Zeiss) und Edwin Eichler (Bertelsmann) drei externe Manager in den Holding-Vorstand berufen. Die drei Mittvierziger bekommen jetzt zusätzliche Konkurrenz: Mit Stahl-Chef Karl-Ulrich Köhler, 49, und dem erst 42jährigen Jürgen Hermann Fechter (Edelstahl) erhöht sich die Zahl der Kronprinzen auf insgesamt fünf. Köhler und Fechter steigen ebenso wie der bereits 61-jährige Leiter der Aufzugssparte, Garry Elliot, Anfang Oktober in den Konzernvorstand auf. Das Gremium hat damit künftig zehn statt bislang sieben Mitglieder.

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