Mischkonzern
Oerlikon bricht Umsatz massiv weg

Der angeschlagene Schweizer Industriekonzern Oerlikon hat in den ersten neun Monaten des Jahres einen massiven Umsatzeinbruch erlitten. Die Erlöse gingen per Ende September um 39 Prozent auf umgerechnet 1,45 Milliarden Euro zurück.

HB PFÄFFIKON. Der Bestellungseingang nahm um 35 Prozent auf 2,3 Milliarden Franken ab. Allerdings zeige der Vergleich zwischen dem zweiten und dritten Quartal 2009 eine Stabilisierung und erste Erholungstendenzen in den meisten Geschäftsfeldern, heißt es bei dem hochverschuldeten Konzern, der unter anderem Solartechnologien, Beschichtungs- und Vakuumtechnik sowie Textilmaschinen produziert. So habe der Bestelleingang in der Textilmaschinensparte 50 Prozent höher gelegen als im zweiten Quartal.

2010 will der Konzern operativ wieder profitabel sein. „Der Entschuldung des Konzerns, der Stärkung der Bilanz und der Umsetzung der beschlossenen Restrukturierungen kommen höchste Priorität zu“, sagte der seit August amtierende Oerlikon-Chef Hans Ziegler. Seit Mitte 2008 wurden rund ein Viertel der ursprünglich fast 20 000 Stellen bei Oerlikon gestrichen.

Das Nettoergebnis sei weiterhin durch hohe Finanzierungs- und Restrukturierungskosten belastet, hieß es. Einzelheiten wurden nicht genannt. Der Konzern gehe die Verbesserung der Kapitalstruktur und Entschuldung an, inklusive möglicher Veräußerungen einzelner Geschäftseinheiten. Der neue Oerlikon-Chef will bis zum Jahresende ein Gesamtpaket zur Sanierung des Konzerns präsentieren.

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