Mischkonzern
Siemens-Betriebsrat: Krise trifft Energiesparte

Die Wirtschaftskrise könnte den Mischkonzern Siemens härter treffen als gedacht. Laut dem Betriebsrat greift die Krise auf immer mehr Unternehmenssparten über. Spätestens im Herbst könnte es Probleme für die Auslastung der Produktion geben.

HB FRANKFURT. Die Wirtschaftskrise erfasst nach Einschätzung des Siemens-Betriebsrates immer mehr Sparten des Konzerns. "Im Monat Juni ist der Auftragseingang nicht nur in Industriedivisionen wie den Elektroantrieben, sondern auch in der Division Energieübertragung unerwartet schwach ausgefallen", zitiert "Euro am Sonntag" laut Vorabbericht den Vorsitzenden des Siemens-Gesamtbetriebsrats, Lothar Adler. Der Konzern wollte dem Bericht zufolge dazu keine Stellung nehmen und verwies darauf, dass eine monatliche Betrachtung nicht aussagekräftig genug sei.

"Dieses Loch wird spätestens im Herbst auf die Auslastung der Produktion wirken. Ich rechne damit, dass das Management schon bald über eine Ausweitung der Kurzarbeit verhandeln will", sagte Adler. Seiner Einschätzung nach könnte sich die Zahl der Kurzarbeiter deshalb bis zum kommenden Frühjahr verdoppeln. Derzeit sind in Deutschland rund 19 000 der 131 000 Siemens-Beschäftigten von dieser Maßnahme betroffen. Der Münchener Konzern hatte die Folgen der Wirtschaftskrise zuletzt immer stärker zu spüren bekommen. Ende April musste Siemens wegen Auftragsrückgängen in der Energietechnik und im Industriesegment seine Ziele zurückstutzen.

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