Mischkonzern
Siemens fehlen die Aufträge

Lange Zeit schien Siemens die massive Konjunkturflaute einigermaßen gut überbrücken zu können. Doch vor einigen Wochen kassierte der Konzern seine zugegeben sehr optimistische Jahresprognose. Nun bereitet Finanzchef Kaeser auf weitere Probleme in der Zukunft vor – womöglich auch auf schwache Quartalszahlen nächste Woche.

HB MÜNCHEN. Der Mischkonzern Siemens kämpft weiter mit den Folgen der schwachen Konjunktur. „Beim Auftragseingang gibt es eine spürbare Zurückhaltung der Kunden“, sagte Finanzchef Joe Kaeser am Mittwoch in München. Besonders der Industrie- und Energiesektor leide.

Besser laufe es in der Medizin- und Verkehrstechnik. Die Gewinnprognose für das im September endende Geschäftsjahr bekräftigte Kaeser. Siemens erwartet 2008/2009 ein operatives Ergebnis über dem Vorjahreswert von 6,6 Mrd. Euro. Das Unternehmen legt am Donnerstag kommender Woche (30. Juli) seine Zwischenbilanz vor.

Einen unternehmensweiten Stellenabbau angesichts der schwierigen Lage schloss Kaeser für den Konzern vorerst weiter aus: „Wir werden die Überkapazitäten bei der Beschäftigung durch Kurzarbeit abfangen und glauben, dass wir das bis zum Aufschwung im kurzzyklischen Geschäft weitgehend aufrechterhalten können.“ Mit diesem Aufschwung rechnet er weiterhin in der zweiten Hälfte des kommenden Geschäftsjahres, schränkte aber ein: „Die Rekordvolumina von 2008 werden in absehbarer Zeit nicht mehr erreicht.“

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%