Mischkonzern
Siemens soll grün werden

Siemens-Chef Peter Löscher hat eine grüne Vision des Mischkonzerns: Dieser soll ganz auf das Thema Umwelttechnik setzen. Aus gutem Grund, wie Löscher meint.

HB MÜNCHEN. Siemens-Chef Peter Löscher will künftig voll auf Umwelttechnik setzen. Das gesamte Geschäft werde "konsequent auf die Megatrends Urbanisierung, demografischer Wandel und Klimawandel ausgerichtet", sagte Löscher dem Nachrichtenmagazin "Focus" zufolge. Deshalb hat Siemens erstmals sein Umwelt-Portfolio ausgewiesen. Danach setzte der Konzern im Jahr 2008 insgesamt 19 Mrd. Euro mit grüner Technologie um und investierte eine Milliarde Euro in die Entwicklung von umweltfreundlichen Zukunftstechnologien.

"Hier tun sich gigantische Wachstumschancen für grüne Technologien auf", wurde der Konzernlenker weiter zitiert. Bis 2011 wolle man den Umsatz auf 25 Mrd. Euro steigern. Begeistert ist der Siemens-Boss vom Projekt Desertec, das Solarstrom aus der Sahara liefern soll. Das 400 Mrd. teure Energieversorgungs-Szenario bezeichnete er als "ein visionäres und sehr spannendes Projekt". Die Überbrückung der großen Entfernung ist für den Siemens-Chef eher eine Herausforderung als ein Problem: "Warum sollten wir dem Strom jetzt im 21. Jahrhundert nicht den Weg über die Kontinente erschließen?".

Am 13. Juli werden sich mehrere Firmen, wie etwa die Münchener Rück, Siemens und E.ON an einem Gründungstreffen für ein Konsortium beteiligen, das die politischen und finanziellen Probleme klärt und einen Fahrplan zur Verwirklichung des Großprojekts ausarbeitet.

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