Mischkonzern
Siemens weitet Kurzarbeit stark aus

Siemens will angesichts der Wirtschaftskrise die Kurzarbeit im Konzern stark ausweiten. „Derzeit haben wir 12 000 Mitarbeiter in Kurzarbeit und gehen davon aus, dass die Zahl bis Juni auf bis zu 19 000 steigen kann. Wie es weitergeht, kann ich derzeit nicht voraussagen“, sagte Personalvorstand Siegfried Russwurm der „Bild“-Zeitung.

MÜNCHEN. Der Siemens-Konzern weitet angesichts der Umsatz- und Auftragseinbrüche vor allem in seinem Industriegeschäft die Kurzarbeit massiv aus. Bis Juni wird die Zahl der Betroffenen laut Personalvorstand Siegfried Russwurm voraussichtlich von derzeit 12 000 auf 19 000 steigen. Ein Ende der Entwicklung ist nicht absehbar. Denn inzwischen zeichne sich auch die kurz- oder mittelfristige Ausweitung der Kurzarbeit auf die Bereiche ab, die bisher noch von mehrjährigen Auftragszyklen profitierten, sagte gestern die strellvertretende Gesamtbetriebsratsvorsitzende Birgit Steinborn. „Die Geschwindigkeit der Beschäftigungseinbrüche ist dramatisch.“

Die Arbeitnehmervertreter sind froh über das Instrument Kurzarbeit. „Das ist natürlich besser als Kündigungen und Standortschließungen“, sagte Siemens-Aufsichtsrat Dieter Scheitor von der IG Metall dem Handelsblatt. Die Gewerkschaft sei bereit, bei der Suche nach Lösungen zu helfen, wenn die Kurzarbeit nicht ausreichen sollte. An der Standort- und Beschäftigungssicherung, die bis Herbst 2010 gilt, dürfe aber nicht gerüttelt werden.

Personalvorstand Russwurm hatte in einem Gespräch mit „Bild“ gesagt, es werde im laufenden Geschäftsjahr 2008/09 – also bis Ende September dieses Jahres – sicher keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Auch Vorstandschef Peter Löscher hatte den vorläufigen Verzicht auf Kündigungen 2009 mehrmals betont.

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