Mischkonzerne
3M kann Anlager mit Zahlen nicht überzeugen

Der US-Mischkonzern 3M hat nach einem unerwartet hohen Quartalsgewinn seinen Ausblick für das Jahresergebnis angehoben. Allerdings weckten sinkende Gewinne des Unternehmens im Geschäft mit Folien für LCD-Bildschirme die Sorge der Anleger und sorgten für einen Kurseinbruch der Aktie.

HB ST. PAUL. Seinen Nettogewinn steigerte der Hersteller von Produkten wie „Post It“-Haftzetteln sowie Klebe- und Isolierbändern im dritten Quartal um 7,4 Prozent auf 960 Millionen. Das am Freitag veröffentlichte Ergebnis lag je Aktie ohne Sonderposten bei 1,29 Dollar und damit zwei Cent höher als von Analysten erwartet.

Der Umsatz stieg dank einer starken Nachfrage nach Gesundheits- und Pflegeprodukte sowie im Auslandsgeschäft um gut fünf Prozent auf 6,18 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit 6,26 Milliarden Dollar gerechnet. Seine Gewinnerwartung für das Geschäftsjahr 2007 hob der Konzern auf 5,54 bis 5,62 Dollar je Aktie einschließlich Sonderposten an.

Die 3M-Aktie reagierte auf die Zahlen bis zum Mittagshandel mit einem Verlust von 6,7 Prozent. Die Geschäftsergebnisse des Unternehmens werden an den Börsen aufmerksam verfolgt, weil große Mischkonzerne dort als Gradmesser für den Zustand der US-Konjunktur gelten.

„Dass nicht alles perfekt gelaufen ist, ist offensichtlich. Das tut es nie“, sagte Konzernchef George Buckley. Er habe auf ein stärkeres Wachstum gehofft. Zur Begründung verwies er unter anderem auf die Probleme am US-Immobilienmarkt, die das Geschäft mit Granulaten für den Hausbau beeinträchtigt hätten.

Bei den optischen Filmen für LCD-Bildschirme verlangsamte sich nach Buckleys Worten das Wachstum im oberen Marktsegment, in dem 3M vor allem aktiv ist. Das Unternehmen werde bald neue Produkte für günstigere Geräte auf den Markt bringen. Allerdings sei dort mit geringeren Gewinnmargen zu rechnen. „Hier unsere Position zu verteidigen, wird im vierten Quartal seinen Tribut fordern.“

Analyst Stephen Tusa von JP Morgan sagte, die Geschäfte der Display- und Grafiksparte, zu der die optischen Filme gehören, seien schwächer als erwartet gelaufen. Hinzu kämen schwache Margen infolge hoher Ausgaben für Kapazitätserhöhungen in einigen Geschäftsbereichen.

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