Missratene VW Passat-Vorstellung in USA
„Wir haben völlig versagt“

Es sollte ein rauschendes Fest werden. In New York stellte VW den neuen Passat vor. Aber auch ein Auftritt von Rockstar Lenny Kravitz konnte die Stimmung nicht auflockern. Top-Manager von VW erschienen erst gar nicht.
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New YorkDer Ort der Veranstaltung war ein Traum – das Duggal Greenhouse ist eine verglaste Halle in Brooklyn Navy Yard, dem ehemaligen Militärhafen von New York. Von der Terrasse aus blickt man auf das Lichtermeer von Manhattan, das sich schön im East River spiegelt. Auch spielte Rockstar Lenny Kravitz mit Sonnenbrille und Jeansjacke seine Hits wie „Fly Away“ oder „American Woman“ vor der auserlesenen Besucherschar.

Es hätte so schön werden können. Sekt, Häppchen und Technik: Volkswagen stellte seinen neuen 2016er Passat vor, ein wichtiges Fahrzeug für den US-Markt. Um richtig Aufmerksamkeit zu erzeugen, mietete der Autokonzern die Öko-Halle, eine Flotte von Fähren für die Gäste und natürlich Rocker Kravitz.

Aber richtige Party-Stimmung kam nicht bei den Veranstaltern auf. Zu schwer lastet der Diesel-Skandal auf dem Unternehmen, der vor wenigen Tagen ans Tageslicht kam. Danach soll Volkswagen mit einer Software die Emissionswerte von fast einer halben Million Dieselfahrzeugen in den USA manipuliert haben.

Nur wenige Stunden vor Veranstaltungsbeginn leitete das US-Justizministerium strafrechtliche Schritte ein. Die Strafen könnten sich im schlimmsten Fall auf mehr als 18 Milliarden Dollar belaufen. Da erhält die Liedzeile von Kravitz’ „So many tears I have cried, so much pain inside“ in seinem Hit „It Ain’t Over Til It’s Over“ einen ganz neuen Sinn.

Den neuen Passat stellte US-Volkswagenchef Michael Horn vor, der sich bei den Zuschauern entschuldigte: „Wir haben völlig versagt“. Die USA seien „sehr wichtig“ für Volkswagen, daher wolle das Unternehmen „das Vertrauen der Amerikaner wieder gewinnen“ und „zahlen, was zu zahlen ist“.

Hoffnungen auf Neuigkeiten oder Erklärungen zum Abgas-Skandal erteilte die PR-Abteilung gleich im Vorfeld eine Absage. „Er wird die Präsentation geben und dann gehen“, sagte Jeannine Ginivan, Sprecherin der Volkswagen Group of America. „Wenn die Vorwürfe stimmen, sollte Volkswagen sie direkt angehen und Fragen nicht ausweichen“, kommentierte Brian Moody, Executive Editor beim Brancheninformationsdienst Autotrader.

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„I want to fly away“

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  • Der VW-Aufsichtsrat, darunter die Hälfte Genossen aus SPD und Gewerkschaften, hat im letzten Jahr mehr als 12 Millionen Euro Tantiemen und Sitzungsgelder erhalten.

    Der VW-Aufsichtsratsvorsitzende und Großaktionär Piech, versuchte noch vor wenigen Monaten vergeblich den Vorstandsvorsitzenden, wegen Problemen im US-Geschäft, zu stürzen.

    Es kann daher angenommen werden, dass Piech spätestens bei seinem Sturzversuch von dem Betrug wusste. Dennoch hat er geschwiegen und damit seine Aufsichtspflicht verletzt.

    Seit dem Sturzversuch ist die VW-Aktie um mehr als 50 % gefallen. Wer im Vertrauen auf die Kontinuität des Unternehmens seither VW-Aktien gekauft hatte,
    wäre von Piech damit geschädigt worden.

    Aktionärsschutzgemeinschaften, die ihrem Ruf gerecht werden wollen, sollten daher schnellsten Klage wegen des Verdachts der Pflichtverletzung gegen Piech erheben und vorsorglich sein VW-Aktienpaket per Einstweiliger Anordnung sperren lassen.

  • @ Herr enrique marada

    >> Weiterhin ist es lächerlich, dass sich Amerikaner über die "Umweltverschmutzung" deutscher Autos aufregen! >>

    Mt den falschen Angaben hat VW die KÄUFER betrogen : es geht dabei um unlauteren Wettbewerb mit Falschangaben !

    Und es geht dabei um KREBSERREGENDEN SUBSTANZEN durch Dieselruss....dass heißt um Gesundheit der Menschen !

    Eventuell um Millionen von Menschen....!


  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

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