Mit dem Geld sollen Gazprom-Anteile bezahlt werden
West-Banken leihen russischer Rosneft 7,5 Milliarden Dollar

Die staatliche russische Ölgesellschaft Rosneft und deren Muttergesellschaft Rosneftegaz planen, einen Kredit über 7,5 Milliarden Dollar aufzunehmen. Mit dem Geld will Wladimir Putin die Kontrolle über Gazprom erlangen.

HB MOSKAU. Es wäre die größte Mittelaufnahme durch einen russischen Konzern in der Geschichte des Landes, teilte Rosneft am Donnerstag mit. Kreditgeber sind ABN AMRO, Dresdner Kleinwort Wasserstein, JP Morgan und Morgan Stanley. Analysten zeigten sich wenig verwundert darüber, dass die Banken so bereitwillig Milliarden an Rosneft verleihen - schließlich sei der Ölpreis auf einem Rekordstand und die Rückzahlung damit gesichert.

Mit dem Geld will Rosneft den 10,74-Prozent-Anteil an Gazprom bezahlen, den das Unternehmen im Juli übernommen hatte. Durch die Transaktion hatte die russische Regierung ihren Anteil am Erdgasförderer auf 51 Prozent ausgebaut und damit die direkte Kontrolle erlangt.

Die von Russlands Präsident Wladimir Putin angekündigte Fusion des weltgrößten Erdgaskonzerns Gazprom mit dem staatlichen Ölförderer Rosneft wurde indes im Mai nach langem Machtkampf im Kreml abgeblasen. Statt dessen hatte die russische Regierung ihren Aktienanteil aufgestockt, der nun bezahlt werden will.

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