Mit Spannung werden Aussagen der Autobauer zu ihren Absatzerwartungen erwartet: Hoffnungsträger Genf

Mit Spannung werden Aussagen der Autobauer zu ihren Absatzerwartungen erwartet
Hoffnungsträger Genf

Die Autobranche fährt nach einem schwachen Jahresauftakt mit europaweit rückläufigen PKW-Zulassungen weiter den eigenen Erwartungen hinterher. Auf dem Autosalon Genf unternimmt sie den nächsten Anlauf, um die Trendwende herbeizuführen: Bei der bisher eher kaufmüden Kundschaft wollen die Hersteller Frühlingsgefühle für ihre Modelle wecken. Im Blickpunkt stehen die Kompaktklasse und Nischenmodelle.

HB HAMBURG. Branchenexperten gehen bereits davon aus, dass die Zahl der PKW-Neuzulassungen nach einem Rückgang im vergangenen Jahr 2004 allenfalls marginal steigt, dies vor allem dank leicht höherer Verkaufszahlen auf dem größten Einzelmarkt Deutschland. Deutlichere Zuwächse erwarten die Experten frühestens 2005, wenn die Konjunktur wie prognostiziert denn auch wirklich richtig in Schwung kommt. Prognoseinstitute und Analysten machen eine Belebung der Nachfrage davon abhängig, dass das Vertrauen der Konsumenten in Deutschland in die Wirtschafts- und Finanzpolitik zurückkehrt. Solange die Verbraucher lediglich abwarten, bleibe die Autokonjunktur in den Startlöchern. 2003 waren die PKW-Neuanmeldungen in Westeuropa um 1,3 % auf 14,2 Mill. zurückgegangen.

Die Autoschau in Genf - traditionell vor Frühjahrsbeginn - ist zwei Monate nach der wichtigen US-Messe in der Autostadt Detroit die zweite große Nabelschau der Branche. Blickfänge sind zumeist Nischenmodelle wie Cabrios, Roadster sowie Designstudien und Fahrzeugkonzepte, mit denen die Hersteller künftige Trends zeigen. Daneben dürfte diesmal auch der Kampf zwischen VW und Opel um die Vorherrschaft in der volumenstarken Kompaktklasse eine Rolle spielen, sowie der zunehmende Erfolg der japanischen Hersteller - vor allem in Deutschland.

Mit Spannung werden in Genf Aussagen der Autobauer zu ihren Absatzerwartungen erwartet. Jüngst eher bescheidende Äußerungen der Führungsetagen von Volkswagen und Daimler-Chrysler lassen allerdings erwarten, dass die Hersteller das Autojahr 2004 schon weitgehend abgehakt haben. Daran dürften auch bis zu 57 neue Modelle, die in diesem Jahr auf den Markt kommen, nicht viel ändern.

Blickfang an den Messeständen sollen die beiden Volumenmodelle von Opel und VW werden: der am 20. März auf den Markt kommende neue Astra und der seit vergangenen Oktober in fünfter Generation verkaufte Golf V. Beide Hersteller versuchen derzeit, mit Preisnachlässen die Kundschaft für sich zu gewinnen. Einer Rabattschlacht nach US-Vorbild will die Branche aber unbedingt vermeiden. Dazu sollen auch die zahlreichen neuen Modelle und Weltpremieren beitragen, die gezeigt werden.

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