Mitarbeiter protestieren gegen Werksschließung
Bosch-Siemens streicht Stellen in Deutschland

Die Bosch Siemens Hausgeräte GmbH baut in Deutschland weiter Arbeitsplätze ab. Wie Deutschlands größter Anbieter so genannter weißer Ware mitteilte, ging 2004 die Zahl der Beschäftigten im Inland um rund 400 zurück. Weltweit stieg die Mitarbeiterzahl dagegen um mehr als 500 auf 34 500.

HB/cbu MÜNCHEN. Erst vor wenigen Wochen hatte das Unternehmen, das sich zu je 50 Prozent in Besitz von Siemens und der Robert Bosch GmbH befindet, die Schließung des Waschmaschinenwerks in Berlin verkündet. Die Produktion soll an den Standort Nauen in Brandenburg verlagert werden. Dadurch sind weitere rund 600 Arbeitsplätze gefährdet. Die Arbeitnehmer haben gestern in München gegen die geplanten Stellenkürzungen demonstriert. Aus Berlin reisten 500 Mitarbeiter an.

BSH wollte ursprünglich gestern in München die traditionelle Jahres-Pressekonferenz abhalten. BSH-Chef Kurt-Ludwig Gutberlet sagte den Termin aber kurzfristig ab. Eine Konzernsprecherin begründete dies unter anderem mit den laufenden Verhandlungen im Wirtschaftsausschuss über die Schließung des Berliner Werks. Im Wirtschaftsausschuss sitzen Geschäftsführung und Arbeitnehmervertreter zusammen.

Als Grund für die Werksschließung gibt BSH den starken Rückgang der Nachfrage und den Preisverfall bei hochwertigen Waschmaschinen in Deutschland an. Insgesamt musste BSH 2004 in Deutschland einen Umsatzrückgang um 3,6 Prozent hinnehmen. Die Nachfrage nach Hausgeräten gehe hier zu Lande weiter zurück, hieß es.

Weltweit entwickeln sich die Geschäfte dagegen gut. Der Konzernumsatz erhöhte sich um 8,7 Prozent auf über 6,8 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Steuern stieg um zehn Prozent auf 520 Mill. Euro. Besonders gut würden die Märkte in der Türkei, in Osteuropa, in Spanien, Großbritannien und in Skandinavien laufen.

Für 2005 verspricht BSH weitere Umsatzsteigerungen. Insbesondere sollen die Preise erhöht werden, teilte BSH mit. Die Branche litt zuletzt unter einem starken Preisdruck, der die Margen verhagelte. Der Gewinn dürfe aber zurück gehen, teilte der Münchener Konzern mit. Preiserhöhungen bei Material, Logistik und Energie würden ihn stark belasten, heißt es zur Begründung. BSH ist weltweit hinter General Electric und Elektrolux die Nummer drei der Branche.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%