Mitarbeiter stimmen für Sozialplan
Infineon stellt Mitarbeiter besser

Nach einer Woche haben die Mitarbeiter des Infineon-Werkes in München-Perlach ihren Streik beendet. In einer Urabstimmung haben sie dem ausgehandelten Sozialplan zugestimmt. Höhere Abfindungen sollen die Schließung des Werkes verträglicher machen.

HB MÜNCHEN. Rund 70 Prozent der Mitarbeiter hätten die Annahme der zwischen IG Metall und Unternehmen ausgehandelten Vereinbarungen befürwortet, gab Streikleiter Michael Leppek nach dem Ende der Urabstimmung in dem Werk am Montagabend bekannt. Damit wurde die erforderliche Quote von 25 Prozent weit übertroffen. „Damit ist der Arbeitskampf beendet“, sagte Leppek. Nach dem Beschluss zum Ende des Streiks räumten die Mitarbeiter ihre Streikposten an den Toren des Werks. Mit der Nachtschicht ab 22.00 Uhr sollte die Fertigung wieder aufgenommen werden.

Infineon und die IG Metall hatten sich in der Nacht von Sonntag auf Montag auf höhere Abfindungen für die 800 Beschäftigten geeinigt, deren Werk bis März 2007 geschlossen werden soll. Nach Angaben der IG Metall sollen die vor der Entlassung stehenden Mitarbeiter Abfindungen von 1,32 Monatsgehältern je Beschäftigungsjahr, höchstens aber 130 000 Euro erhalten. Zunächst hatte Infineon nur rund ein Drittel eines Monatsgehalts geboten. Im Gegenzug will Infineon nur ein statt der geforderten zwei Jahre eine Beschäftigungsgesellschaft für die von der Entlassung bedrohten Mitarbeiter finanzieren.

Infineon will das 20 Jahre alte Werk schließen, da sich nötige Investitionen in eine Modernisierung nach Auffassung des Chipkonzerns nicht rechnen. 615 Mitarbeiter stehen vor dem Verlust ihrer Stelle, der Rest soll weiterbeschäftigt werden beziehungsweise in Altersteilzeit gehen.

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