Mitsubishi

Japanischer Autobauer will kräftig wachsen

Nach dem Skandal um manipulierte Verbrauchstests blickt Mitsubishi in die Zukunft und setzt sich ehrgeizige Ziele. Absatz und Umsatz sollen in drei Jahren um ein Drittel zulegen. Auch Investitionen werden angekurbelt.
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Mitsubishi: Japanischer Autobauer will kräftig wachsen Quelle: Reuters
Osamu Masuko

Der Vorstandschef von Mitsubishi Motors setzt seinem Unternehmen ehrgeizige Ziele.

(Foto: Reuters)

TokioMitsubishi will den Skandal um manipulierte Spritverbrauchtests mit einem ehrgeizigen Wachstumsziel hinter sich lassen. Absatz und Umsatz sollen in den drei Geschäftsjahren bis Ende März 2020 um 30 Prozent steigen, wie der siebtgrößte japanische Autobauer am Mittwoch mitteilte.

Die jährliche Verkaufszahl solle auf bis zu 1,3 Millionen und die operative Marge auf mindestens sechs von derzeit 0,3 Prozent zulegen. Dazu will der Konzern die jährlichen Investitionen um 60 Prozent und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung um 50 Prozent erhöhen. Insgesamt seien in dieser Zeit Investitionen von mehr als umgerechnet 4,5 Milliarden Euro geplant.

Höchste Priorität habe die Wiederherstellung des Vertrauens in das Unternehmen, der erfolgreiche Start neuer Modelle und eine schnelle finanzielle Erholung, erklärte Vorstandschef Osamu Masuko. Dazu setzt das Unternehmen auch auf ein anhaltendes Wachstum der Geschäfte in den USA und in China. Das Management peilt zudem Einsparungen von mehr als 750 Millionen Euro an. Sie sollen über die Kooperation bei Entwicklung und Einkauf mit den Partnern Nissan und Renault erzielt werden.

Die Gewinner im europäischen Automarkt
Platz 10 - Kia
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Schwebe wie ein Schmetterling, steche wie eine Biene – diesen Ratschlag von Profiboxer Mohammad Ali übersetzen die Koreaner mit dem Stinger in ein Automodell. Im Oktober konnte Kia kräftig zulegen. Der Absatz in der EU wuchs um 10 Prozent auf 38.000 Fahrzeuge. Im Gesamtjahr beträgt das Plus bislang 8,5 Prozent.

Platz 9 - Skoda
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In Wolfsburg dürfte der Neid auf die tschechische Schwester zunehmen. Anders als die Kernmarke legt Skoda auch im Oktober um 11,2 Prozent auf 55.000 verkaufte Fahrzeuge zu. Das Jahresplus beträgt ordentliche 7,1 Prozent.

Platz 8 - Renault
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Die Franzosen haben im Oktober einen außergewöhnlich erfolgreichen Verkaufsmonat in der EU hingelegt. Mit einem Plus von 16,8 Prozent auf 88.900 verkaufte Fahrzeuge gewinnen sie Marktanteile.

Platz 7 - Peugeot
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Die SUV-Strategie von PSA-Chef Carlos Tavares trägt Früchte. Die neue Opel-Schwester gehört mit einem Plus von 17,7 Prozent und 76.700 verkauften Fahrzeugen zu den großen Gewinnern im europäischen Automarkt.

Platz 6 - Alfa Romeo
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Time to say goodbye, wie Andrea Boccelli singt? Von wegen. Trotz jahrelanger Verkaufsgerüchte hat sich die italienische Premiummarke des FCA-Konzerns immer wieder berappelt. Mit 6.200 Fahrzeugen ist der Absatz im Oktober um 18,7 Prozent gestiegen, im Gesamtjahr sogar um 31,9 Prozent. Schuld ist der SUV Stelvio.

Platz 5 - Jeep
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Die Lebensversicherung des FCA-Konzerns schwächelte zuletzt. Im Oktober kann die amerikanische Marke wieder deutlich um 19,8 Prozent auf rund 9400 verkaufte Fahrzeuge zulegen. Seit Jahresbeginn ist der Absatz allerdings nur leicht im Plus.

Platz 4 - Dacia
7 von 10

Erfolgsmodelle wie der Duster polieren die Absatzbilanz des Renault-Konzerns auf. Die rumänische Billigtochter legt im Oktober um 20 Prozent auf 34.600 Fahrzeuge zu, seit Jahresbeginn um 11,2 Prozent.

Mitsubishi hatte 2016 eingeräumt, bei Tests zum Spritverbrauch bei mehreren Modellen über Jahre getrickst zu haben, und war deswegen in Schwierigkeiten geraten. Der zweitgrößte japanische Autobauer Nissan übernahm darauf einen Kontrollanteil bei Mitsubishi.

  • rtr
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