Mitsubishi mit neuem Präsidenten
Cordes in Mitsubishi-Vorstand gewählt

Der angeschlagene japanische Autobauer Mitsubishi Motors hat einen Nachfolger für den zurückgetretenen Rolf Eckrodt bestimmt. Die Wahl fiel auf Yoichiro Okazaki.

HB TOKIO. Daimler-Chrysler-Nutzfahrzeug-Vorstand Eckhard Cordes ist in den Vorstand des angeschlagenen japanischen Autobauers Mitsubishi Motors bestellt worden. Eine außerordentliche Hauptversammlung von Mitsubishi Motors in Tokio, an der Cordes selbst nicht teilnehmen konnte, wählte ihn am Freitag als nicht- geschäftsführendes Mitglied in die Unternehmensspitze. Zugleich wurde Yoichiro Okazaki zum Nachfolger des zurückgetretenen Rolf Eckrodt als neuer Präsident und CEO des Autokonzerns gewählt.

Auf der Hauptversammlung sah sich das Management von Mitsubishi wütenden Fragen zur prekären Lage des hochverschuldeten Autobauers ausgesetzt angesichts der kürzlichen überraschenden Kehrtwende des größten Einzelaktionärs Daimler-Chrysler. Aufgebrachte Aktionäre verlangten eine Erklärung, wie es dazu kommen konnte. Mitsubishi- Vorstand Keiichiro Hashimoto erwiderte darauf lediglich: „Auch für uns war das eine große Überraschung.“ Die Aktionäre zeigten sich noch immer schockiert von der Entscheidung des Aufsichtsrats von Daimler-Chrysler, die finanzielle Hilfe an Mitsubishi einzustellen.

Ein Sprecher des Konzerns wies einen Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung „Nihon Keizai Shimbun“ vom Freitag als falsch zurück, wonach Mitsubishi Branchenprimus Toyota um finanzielle Unterstützung bitten will. Die Mitsubishi-Gruppe arbeitet zurzeit mit Hochdruck an einem eigenen neuen Sanierungsplan, der im Mai vorgestellt werden soll.

In diesem Zusammenhang muss Mitsubishi eine milliardenschwere Finanzierung sicherstellen. Zu diesem Zweck räumte die Hauptversammlung dem Vorstand am Freitag weit reichende finanzielle Spielräume ein. So kann der Mitsubishi-Vorstand fortan neue Aktien ausgeben. Dieses so genannte genehmigte Kapital entspricht dem Vierfachen der momentan im Umlauf befindlichen Aktien des japanischen Unternehmens. Theoretisch könnte sich das Aktienvolumen auf bis zu 5,9 Mrd. Anteilsscheine belaufen.

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