Mittal macht Zugeständnisse
EU will Arcelor-Übernahme mit Auflagen billigen

Die EU-Kommission wird das feindliche Übernahmeangebot des Stahlriesen Mittal für den europäischen Rivalen Arcelor genehmigen, allerdings nur unter Auflagen. Mittal will Zugeständnisse machen.

HB BRÜSSEL. Wie die europäischen Wettbewerbshüter der EU-Kommission am Freitag in Brüssel mitteilten, bot Mittal Zugeständnisse an, die die Bedenken der Behörde ausräumen können. Arcelor versucht derzeit allerdings, durch einen Zusammenschluss mit dem russischen Konzern Severstal eine feindliche Übernahme seitens des britisch-indischen Mittal-Konzerns abzuwehren.

Eine Fusion würde den Wettbewerb nicht signifikant beeinträchtigen, teilte die EU-Kommission in Brüssel am Freitag mit. Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes sagte, Mittal habe beträchtliche Zugeständnisse angeboten. Nach Einschätzung der Kommission ergänzen sich die meisten Geschäftsbereiche beider Unternehmen. Nur auf dem Markt für Träger aus schwerem Profilstahl hätten sie zusammen eine unangefochtene marktbeherrschende Stellung. Um dieses Problem auszuräumen, habe Mittal angeboten, zwei Werke von Arcelor zu verkaufen: Eines sei in Unterwellenborn (Thüringen), das andere in Pallenzano in Italien. Auch ein Mittal-Betrieb in Polen könnte veräußert werden.

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