Mittel verfehlt zum zweiten Mal ein Studienziel
Schwerer Rückschlag für Schering

Nach einem erneuten Rückschlag in einer klinischen Studie will Schering nun die Zulassungsstrategie bei dem mit Novartis entwickelten Krebsmittelkandidaten PTK/ZK überprüfen.

HB ZÜRICH/FRANKFURT. „Auf Grund der geringen Wahrscheinlichkeit, den primären Studienendpunkt zu erreichen, wird die Zulassungsstrategie neu bewertet“, teilte Schering am Donnerstag mit. Eine Zwischenanalyse der Studie Confirm zwei mit dem Medikament zeigte nach Firmenangaben nur einen geringen Überlebensvorteil bei der Behandlung von fortgeschrittenem Darmkrebs. Die Daten der Zwischenanalyse sollen nun auf einem Medizinkongress präsentiert werden, endgültige Ergebnisse der Confirm-2-Studie würden für Mitte 2006 erwartet.

„Das ist wahrscheinlich das Ende für PTK/ZK“, kommentierte Pharmaanalyst Alexander Groschke von der Landesbank Rheinland-Pfalz die Mitteilung. Das Marktpotenzial sei annähernd null, wenn kein Vorteil durch das Medikament gezeigt werden könne. Selbst wenn eine Untergruppe von Patienten gefunden werde, bei denen das Mittel wirke, werde das Potenzial gering sein.

Vor wenigen Monaten hatte Schering bereits mitgeteilt, dass PTK/ZK in einer anderen Studie ein Studienziel nicht geschafft hat. Die Substanz ist ein so genannter Angiogenese-Hemmer, der die Neubildung von Blutgefäßen hemmen und Tumoren damit die Blutversorgung entziehen soll. Dem Mittel wurden einmal Spitzenumsätze auf Blockbuster-Niveau von einer Milliarde Euro für Schering und Novartis zugetraut.

Bislang sei noch nicht klar, ob die vorläufigen Ergebnisse der Studie die Entscheidung über eine Einreichung verzögern werden, sagte ein Schering-Sprecher. Die Entscheidung hänge von den endgültigen Ergebnissen der Studie ab. Die Ergebnisse der Studie haben nach Angaben des Sprechers keine Auswirkungen auf die mittel- und langfristigen Wachstumsperspektiven von Schering.

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