Mittelklasse-Produktion voraussichtlich in Rüsselsheim: Entscheidung für Opel-Stammwerk immer wahrscheinlicher

Mittelklasse-Produktion voraussichtlich in Rüsselsheim
Entscheidung für Opel-Stammwerk immer wahrscheinlicher

Der Opel-Betriebsrat hat dementiert, dass eine Entscheidung zur Sicherung des Standortes Rüsselsheim bereits gefallen ist. Ein Sieg des Opel-Stammwerks im Standortwettbewerb mit der Saab-Produktionsstätte im schwedischen Trollhättan wird jedoch immer wahrscheinlicher.

HB RÜSSELSHEIM. Nach Medienberichten soll die Entscheidung für die Vergabe der künftigen Mittelklasse- Produktion (Opel Vectra, Saab 9-3) in dieser Woche offiziell bekannt gegeben werden. Wie sich bereits seit längerem andeutet, soll Rüsselsheim demnach den Zuschlag erhalten. Management und Betriebsrat dementierten am Montag jedoch Gerüchte, wonach die Vergabe bereits beschlossene Sache sei.

„Die Verhandlungen mit dem Mutterkonzern General Motors dauern weiter an“, sagte ein Opel-Sprecher am Montag. Die Gespräche seien aber auf einem guten Weg. Nach einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montag), die sich auf einen Verhandlungsteilnehmer beruft, erhält Rüsselsheim auch den Zuschlag für die Entwicklung des nächsten Kompaktmodells Opel Astra. Rivalen sind hierbei der GM-Hauptsitz Detroit sowie Standorte in Japan und Südkorea. In Trollhättan soll zum Ausgleich für die entgangene Mittelklasse-Fertigung unter anderem ein neues Cadillac-Modell von GM gebaut werden.

Nach Handelsblatt-Informationen soll bis zum Ende der Woche auch eine Gesamt-Vereinbarung über die Sicherung der Opel-Standorte Bochum, Rüsselsheim und Kaiserslautern getroffen werden. Im Gegenzug sollen die Beschäftigten auf übertarifliche Leistungen verzichten. Dieser so genannte Zukunftsvertrag und die Vergabe der nächsten Mittelklasse-Produktion wären die Schritte zwei und drei in dem seit Monaten andauernden Verhandlungsmarathon zwischen Opel, Saab und GM Europe.

Am vergangenen Freitag hatte Opel mitgeteilt, dass Schritt eins, der massive Stellenabbau, vorerst ohne betriebsbedingte Kündigungen und Werksschließungen umgesetzt wird. Rund 4500 Mitarbeiter haben freiwillige Abfindungsverträge unterzeichnet. Am Standort Bochum sollen bis 2007 weitere 1500 Beschäftigte mit Abfindungen ausscheiden. Damit würde das um 500 Stellen verringerte Ziel von 6000 Job-Streichungen erreicht.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%