Mixgetränke boomen, Pils schwächelt
Freud und Leid liegen bei Krombacher dicht beieinander

Die Krombacher Brauerei hat im vergangenen Jahr Ausstoß und Umsatz erhöht, aber nicht so stark wie erhofft. Zudem machte die Hauptmarke schlapp.

HB DÜSSELDORF. Das Siegerländer Unternehmen steigerte seinen Absatz um 0,8 Prozent auf 5,6 Mill. Hektoliter. Der Umsatz erhöhte sich ebenfalls um 0,8 Prozent auf 526 Mill. Euro, wie Krombacher am Dienstag in Düsseldorf mitteilte. Damit verfehlte die Brauerei allerdings deutlich das selbstgesteckte Ziel eines Wachstums von 2 bis 3 Prozent. Zum Gewinn macht das Familienunternehmen traditionell keine Angaben.

Die Hauptmarke Krombacher Pils schwächelte. Zwar blieb sie nach Unternehmensangaben die meist getrunkene Pilsmarke Deutschlands, doch verringerte sich der Absatz um 3 Prozent auf 4,8 Mill. Hektoliter. Dies spiegele die allgemeine Schwäche des deutschen Biermarktes wider, hieß es. Tatsächlich behauptete sich Krombacher Pils nach Unternehmensangaben auf dem schrumpfenden Markt sogar noch besser als die Mitbewerber und steigerte seinen Marktanteil von 9 auf 9,1 Prozent.

Dass der Bierbrauer trotz des schwachen Auftritts seiner Stammmarke einen neuen Absatzrekord erzielte, verdankte er vor allem den Neueinführungen der vergangenen Jahre wie Krombacher Alkoholfrei, Krombacher Radler, Krombacher Extra Mild und dem Bier-Cola-Mix Cab, die überwiegend zweistellige Zuwachsraten erzielten. Auch im laufenden Jahr rechnet das Unternehmen deshalb gegen den Branchentrend erneut mit einem leichten Plus.

Dank der inzwischen auf 6 Mitglieder angewachsenen Markenfamilie stieg der Krombacher Umsatz in den vergangenen fünf Jahren um rund 30 Prozent. Seine Exporte ins Ausland steigerte Krombacher im vergangenen Jahr um 3,5 Prozent auf 147 000 Hektoliter. Die Zahl der Mitarbeiter der Brauerei blieb indes mit 825 unverändert.

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