Modebranche
Imagewandel lässt H&M wieder stärker wachsen

Die schwedische Modekette Hennes & Mauritz (H&M), weltweit die Nummer zwei der Branche, wächst so schnell wie schon seit Jahresbeginn nicht mehr. Mit dem Schwerpunkt auf Design-Kollektionen und reiferen Zielgruppen legten die Umsätze des schwedischen Modekonzerns im Juli um elf Prozent zu.

cs DÜSSELDORF. Wie der Konzern am gestrigen Dienstag bekannt gab, legten die Umsätze im Juli gegenüber dem Vorjahresmonat um elf Prozent zu. Nur im Januar hatten die Erlöse mit einem Plus von 15 Prozent noch stärker angezogen. Selbst auf vergleichbarer Verkaufsfläche ging das Geschäft um zwei Prozent nach oben. „Für ein Unternehmen in der Größe von H&M ist das nicht schlecht“, urteilte Branchenexpertin Rebecca McClellan von JP Morgan.

In Frankfurt legten die Aktien zeitweise um mehr als 3,5 Prozent zu und notierten bei 29,60 Euro, obwohl die meisten Analysten bereits mit einer ähnlichen Zuwachsrate gerechnet hatten.

Mit einem Mix aus Preisreduzierungen und schlagkräftigen Werbekampagnen versuchen die Schweden, Terrain zurückzugewinnen, das sie an den Verfolger Inditex mit der Marke Zara verloren haben. Denn obwohl die Spanier mit einem Jahresumsatz von 6,7 Mrd. Euro noch hinter den 7,8 Mrd. Euro von H&M liegen, haben sie den Erzrivalen beim Wachstum längst abgehängt. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2006/07 schafften die Spanier ein Umsatzplus von 22 Prozent auf 1,7 Mrd. Euro – bei einem um 20 Prozent gestiegenen Gewinn. Um das hohe Tempo beizubehalten, hat Inditex eine aggressive Expansion angekündigt. Bis Ende des Geschäftsjahres will Konzernchef Pablo Isla 410 bis 490 neue Läden eröffnen. Dabei hat der Moderiese eine atemberaubende Ausweitung seines Filialnetzes bereits hinter sich: Insgesamt 2 800 Shops betreiben die Spanier derzeit – dreimal so viele wie vor sechs Jahren. H&M kommt weltweit gerade einmal auf 1 248 Läden, davon rund 300 in Deutschland, wo der Umsatz nahezu stagniert.

Mit 100 neuen Shops wollen die Schweden jetzt nachziehen. H&M kontert außerdem durch einen zusätzlichen Vertrieb über das Internet – ein Weg, der schon dem Wettbewerber Esprit stattliche Erfolge brachte. In den Niederlanden ist der Stockholmer Konzern vor wenigen Tagen mit einem Online-Shop gestartet, Internetseiten in Frankreich, Großbritannien und Deutschland sollen folgen.

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