Modekonzern
Gerry Weber erhöht die Dividende

Bei Gerry Weber läuft es weiter rund. Die Konsumfreude der Kundinnen hat dem Modekonzern in den ersten neun Monaten Rekordwerte bei Umsatz und Gewinn beschert. Für die Aktionäre gibt es aber noch weitere gute Nachrichten.
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HB DÜSSELDORF. Die Konsumfreude der Gerry- Weber--Kundinnen beschert dem Modekonzern in diesem Jahr erneut Rekordwerte bei Umsatz und Gewinn. Vorstandschef Gerhard Weber, der am Donnerstag die Ziele für das laufende Bilanzjahr bekräftigte, sieht das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht: Prall gefüllte Orderbücher für die Frühjahr-Sommer-Saison 2011 stimmten ihn zuversichtlich, das Wachstumstempo im kommenden Jahr noch beschleunigen zu können.

Nach einem geplanten Umsatzzuwachs von rund fünf Prozent in diesem Jahr strebt Weber dann ein Plus von zehn Prozent an, wie die westfälische Firma mitteilte. Zudem soll der Konzern profitabler werden, die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) bis 2013 auf 15 von derzeit 13 Prozent steigen.

In den ersten neun Monaten des Bilanzjahres 2009/10 (per Ende Oktober) setzte der Modekonzern mit seinen Marken Gerry Weber, Taifun und Samoon 432,3 Mio. Euro um, fünf Prozent mehr als vor Jahresfrist. Der Gewinn legte überproportional zu: operativ (Ebit) um knapp 16 Prozent auf 39,7 Millionen, netto um 13 Prozent auf 28,6 Mio. Euro.

Im Gesamtjahr peilt Gerry Weber einen Anstieg des Umsatzes auf 620 (Vorjahr: 594) Mio. Euro an und eine Ebit-Marge von 13 (12) Prozent. Damit würde das Ebit knapp 81 (63) Mio. Euro erreichen. An dem Gewinnzuwachs sollen auch die Aktionäre beteiligt werden. „Die Dividende wird sicher höher liegen“, sagte Finanzvorstand Hans-Dieter Kley Reuters. Für das Bilanzjahr 2008/09 hatte der Konzern, der meist 45 Prozent des Nettogewinns an seine Anteilseigner ausschüttet, 85 Cent je Aktie gezahlt.

Die positiven Aussichten verliehen dem Aktienkurs Auftrieb: Der SDax-Titel markierte mit einem Anstieg von über einem Prozent auf 28,59 Euro ein Allzeithoch. Seit Jahresbeginn haben die Aktien damit rund 45 Prozent an Wert gewonnen.

Webers erklärtes Ziel ist die Rückkehr in den MDax. Ein Kriterium dafür ist der Anteil der frei gehandelten Aktien, der bei Gerry Weber aktuell nur 38 Prozent ausmacht. Nach Angaben Kleys werden derzeit die Optionen geprüft, den Anteil zu erhöhen. Eine Möglichkeit wäre, die eigenen Aktien zu verkaufen.

Gerry Weber hält aktuell etwa 6,3 Prozent. Größte Anteilseigner sind die Familie um Gerhard Weber mit insgesamt 37 Prozent sowie Firmenmitbegründer Udo Hardieck mit knapp 18 Prozent. 2003 - nach nur einem Jahr - war der Damenschneider aus dem MDax ausgeschieden.

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