Modellbahnhersteller
Staatsanwaltschaft ermittelt bei Märklin

Märklin kommt aus den Schlagzeilen nicht heraus: Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue gegen Mitarbeiter des insolventen Modellbahnherstellers Märklin aufgenommen. Es bestehe der Anfangsverdacht, dass Mitarbeiter den Konzern geschädigt haben könnten.

HB STUTTGART/GÖPPINGEN. Einzelheiten wollte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft nicht nennen. "Wir werden nun das Geschäftsgebaren und die Tätigkeiten von 2006 bis heute überprüfen", sagte sie. Früheren Medienberichten zufolge geht es bei den Ermittlungen um hohe Honorare, die Märklin für Beraterverträge gezahlt hat.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Pluta hatte die Ausgaben für Berater in den vergangenen drei Jahren auf 40 Mio. Euro beziffert. Märklin-Eigner Kingsbridge wies diese Aussage als unwahr zurück.

Derweil hat sich der vorläufige Insolvenzverwalter des Spielzeugherstellers, Michael Pluta, nicht von seinen Vorwürfen gegen den Finanzinvestor Kingsbridge distanziert. Bis zur gesetzten Frist am Mittwoch um 10.00 Uhr sei die geforderte Unterlassungserklärung nicht abgegeben worden, sagte ein Kingsbridge- Sprecher. „Der Insolvenzverwalter ist einfach abgetaucht.“

Pluta und sein Mitarbeiter Fritz Zanker hatten Märklin- Gesellschafter Kingsbridge Misswirtschaft vorgeworfen. Der vorläufige Insolvenzverwalter ließ am Mittwoch über seine Sprecherin mitteilen, er werde sich zu diesem Themenkomplex vorerst nicht mehr äußern. Zugleich ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Märklin-Mitarbeiter wegen des Verdachts der Untreue.

Kingsbridge wehrt sich gegen eine Äußerung Plutas von Anfang Februar. Damals hatte er gesagt, Märklin habe in den vergangenen drei Jahren für Berater mehr als 40 Mio. Euro ausgegeben. Auch gegen Zankers Äußerungen, dass Kingsbridge als Gesellschafter Märklin systematisch habe ausbluten lassen, wehrt sich der Finanzinvestor. Kingsbridge werde nun weitere rechtliche Schritte einleiten, sagte der Sprecher.

Zu den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sagte eine Sprecherin der Behörde in Stuttgart: Es bestehe der Anfangsverdacht, dass Mitarbeiter den Konzern geschädigt haben könnten. Einzelheiten wollte sie nicht nennen. „Wir werden nun das Geschäftsgebaren und die Tätigkeiten von 2006 bis heute überprüfen“, sagte sie. Früheren Medienberichten zufolge geht es bei den Ermittlungen um die hohen Honorare, die Märklin für Beraterverträge gezahlt haben soll.

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