Modelleisenbahnhersteller
Märklin-Insolvenzverwalter relativiert Vorwürfe

Märklin-Insolvenzverwalter Michael Pluta hat seine Vorwürfe gegen die Eigentümer des Modelleisenbahnherstellers abgeschwächt. Nach dem Stand der Ermittlungen habe es bei Märklin in der Vergangenheit keine unrechtmäßigen Geldflüsse zu den Finanzinvestoren Kingsbridge und Goldman Sachs gegeben.

HB FRANKFURT. "Wir haben derzeit keinen Beweis für illegale Geldentnahmen feststellen können", erklärte Pluta in Ulm. Der Anwalt hatte kurz nach der Übernahme seines Mandats bei dem Göppinger Traditionsunternehmen hohen Honoraren für die von den Eigentümern ins Haus geholten Berater und hohen Managergehältern eine Mitschuld an der Pleite gegeben.

Diese hatte für wütende Reaktionen bei den Finanzinvestoren gesorgt. Sie forderten eine Unterlassungserklärung. Eine solche habe Pluta nicht unterzeichnet, betonte eine Sprecherin.

Kingsbridge hatte sich vor allem gegen den von Pluta vermittelten Eindruck verwahrt, der Investor habe Märklin gezielt "ausbluten" lassen. Seine Äußerung, dass Kingsbridge mit Hilfe von Zwischengesellschaften juristische Hürden gegen spätere Haftungsansprüche aufgebaut habe, sei "ehrschädigend". Pluta stellte am Freitag klar, ein solches Vorgehen sei "nichts Ehrenrühriges".

Der Insolvenzverwalter zog eine positive Bilanz der ersten drei Wochen, in denen Märklin unter seiner Ägide steht. Märklin sei stabilisiert und auf gutem Kurs. Die Kunden bestellten nicht weniger als im vergangenen Jahr. Der Sanierungsplan solle binnen zehn Tagen dem Betriebsrat vorgestellt werden. Ende März werde das Insolvenzgutachten dem Amtsgericht Göppingen vorgelegt.

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