Modelloffensive
Jaguar peilt BMW-Kunden an

Der Autohersteller Jaguar will eine Modelloffensive beginnen und den Bayerischen Motoren Werken AG vermehrt Kunden abspenstig machen. Jaguar will neue Marktpotentiale mit einer Vollaluminium-Konstruktion eröffnen.
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Der britische Autohersteller Jaguar im Besitz der indischen Tata Motors Ltd. will mit der kleinen SUV-Studie C-X17 eine Modelloffensive beginnen und den Bayerischen Motoren Werken AG vermehrt Kunden abspenstig machen. Der so genannte Crossover wurde auf der Automesse IAA am späten Montag in Frankfurt als Konzept erstmals der Öffentlichkeit gezeigt.

Das Fahrzeug basiert auf einer neuen Vollaluminium- Konstruktion. Sie soll als Grundlage für eine ganze Reihe weiterer Fahrzeuge dienen, hieß es in einer Mitteilung des Premiumherstellers mit Sitz im englischen Whitley. “Auf dieser technischen Grundlage werden wir das Fahrzeugangebot von Jaguar wesentlich erweitern, uns neue Marktpotenziale eröffnen und für die Kunden attraktiver werden”, sagte Jaguar-Markenchef Adrian Hallmark. Diese neue Philosophie werde die Technik der Jaguar- Luxusklasse in ein günstigeres Preissegment bringen.

Jaguar verkauft nur etwa ein Zwanzigstel des globalen Fahrzeugabsatzes von BMW und ist etwa in den USA lediglich mit vier Modellen vertreten - keines davon ist ein SUV. BMW verfügt dagegen über elf Modellreihen, davon alleine vier im SUV- Bereich. Die britische Marke positioniert sich aber zunehmend als Alternative für etablierte deutsche Premiummarken, zuletzt mit dem zweisitzigen Oberklasse-Roadster Jaguar F-Type.

“Gebraucht wird eine Art Grundmodell, so etwas wie die Mercedes C-Klasse oder der 3er-BMW. Ein Fahrzeug, das luxusorientierten Käufern den Zugang zur Marke ermöglicht”, sagte Analystin Jessica Caldwell vom Dienstleister Edmunds.com. Es sei derzeit aber ein “guter Zeitpunkt” für Jaguar, das Segment zu besetzen.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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