Moderate Erholung erwartet
Chemiebranche zeigt vorsichtigen Optimismus

Die deutsche Chemieindustrie blickt nach einem von Stagnation geprägten dritten Quartal vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Nach Einschätzung des Dachverbandes VCI sind erste Anzeichen für eine Erholung der Branche in Sicht.

HB FRANKFURT. Im Vergleich zu den vorangegangenen Konjunkturzyklen werde die Erholung moderat ausfallen, teilte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Freitag mit. Trotz der Risiken wie der starke Euro und die Möglichkeit weiterer Ölpreissteigerungen seien die Unternehmen vorsichtig optimistisch und hofften auf eine Verbesserung des Chemiegeschäfts in den kommenden Monaten. Der Verband gehe davon aus, dass die Branche von der Dynamik in den USA, Asien und Ländern in Mittel- und Osteuropa profitieren könne. Viele Kunden hätten inzwischen die Talsohle durchschritten. Die seit einigen Monaten wieder zunehmende Zuversicht werde sich bald in den Auftragsbüchern widerspiegeln.

Im dritten Quartal sei die Produktion im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Prozent gestiegen, die Erzeugerpreise hätten nur noch 0,2 % über dem Vorjahresniveau gelegen. Der Gesamtumsatz fiel in den vergangenen drei Monaten um zwei Prozent auf 33,3 Mrd. €. Die Beschäftigung sei stabil geblieben. Im dritten Quartal arbeiteten etwa 465 600 Menschen in der Branche.

Für das Gesamtjahr 2003 geht der VCI nach früheren Angaben von einem mageren Produktionsplus von 0,5 % aus. Beim Umsatz kann demnach nur noch von einem Anstieg von 2,5 % und beim Exportgeschäft mit einem Plus von drei Prozent gerechnet werden. Bei den Erzeugerpreisen für Chemieprodukte wird lediglich ein zweiprozentiger Zuwachs erwartet.

Die Chemiebranche gilt als frühzyklische Industrie, die Veränderungen des konjunkturellen Umfelds in den Auftragsbüchern immer schon als erste spürt, da sie praktisch sämtliche Wirtschaftszweige mit ihren Produkten beliefert.

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