Moderater Ausblick trotz Produktoffensive
Nissan fährt im sechsten Jahr Rekordergebnis ein

Nissan hat im sechsten Geschäftsjahr in Folge Rekordergebnisse eingefahren, damit seine eigenen Prognose übertroffen, die Erwartungen des Marktes aber verfehlt. Für das laufende Geschäftsjahr sieht der zweitgrößte japanische Autohersteller aber nur ein moderates Wachstum.

HB TOKIO. Wie Nissan-Präsident Carlos Ghosn am Dienstag bekannt gab, stieg der Nettogewinn des Renault-Partners zum Bilanzstichtag 31. März trotz der gestiegenen Energie- und Materialkosten sowie höherer Kaufanreize um 1,1 Prozent auf 518,1 Mrd. Yen (3,78 Mrd. Euro). „Es war ein Rekordjahr, gleichwohl aber ein hartes Jahr“, sagte Ghosn. Der operative Gewinn stieg um 1,2 Prozent auf 871,8 Mrd. Yen bei einem Umsatzanstieg von 9,9 Prozent auf 9,4 Billionen Yen. Nissan selbst hatte 870 Mrd. Yen vorhergesagt, Analysten jedoch mit 876 Mrd. Yen gerechnet.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Nissan bei nur moderatem Wachstum einen erneuten Rekordertrag von netto 523 Mrd. Yen. Der operative Ertrag dürfte sich auf 880 Mrd. Yen und der Umsatz auf rund 10,1 Billionen Yen belaufen. Die Prognose von Analysten liegt bei 906,5 Mrd. Yen.

In der ersten Hälfte des bis 31. März 2007 laufenden Geschäftsjahres werde es schwierig sein, Wachstum zu erzielen, sagte Ghosn. Doch in der zweiten Hälfte werde Nissan, an dem der französische Hersteller Renault zu 44 Prozent beteiligt ist, mit einer Produktoffensive aufwarten. Insgesamt neun neue Modelle werden auf den Markt gebracht. Zugleich will Nissan seine Expansion in neue und aufstrebende Märkte vorantreiben. In Russland will der Konzern für 165,5 Mrd. Euro eine neue Fertigungsstätte in St. Petersburg bauen, Produktionsstart ist für 2009 vorgesehen.

Nissan hat die Bilanzsaison der japanischen Autohersteller eröffnet. Es wird damit gerechnet, dass der von Nissan präsentierte Anstieg des Jahresgewinns der niedrigste bei den heimischen Autobauern sein wird. Hintergrund ist die Tatsache, dass das Unternehmen im vierten Quartal keine neuen Modelle auf dem wichtigen US-Markt eingeführt hatte.

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