Modernisierungsdruck: Airbus A340 womöglich bald im Angebot

Modernisierungsdruck
Airbus A340 womöglich bald im Angebot

Dem US-Flugzeugbauer Boeing ist mit seinem neuen Modell 777 ein großer Wurf gelungen. Erstmals seit Jahren droht nun Airbus in Teilen ins Hintertreffen zu geraten. Auf den europäischen Flugzeugbauer wächst daher der Druck, sein viermotoriges Modell A340 zu modernisieren.

HB PARIS. Obwohl für Airbus für das Jahr 2005 Rekordwerte bei Umsatz und Verkaufszahlen erwartet werden, habe der A340 Mühe, mit dem Konkurrenzmodell 777 des US-Konzerns Boeing mitzuhalten, berichtet das „Wall Street Journal“ in seiner Montagausgabe. Angesichts des gestiegenen 777-Erfolgs erwägt die EADS-Tochter offenbar, die Preise für den A340 zu senken oder alternativ den Jet das zweite Mal in weniger als einem Jahrzehnt zu überarbeiten.

Die drei Baureihen des A340 seien in den ersten elf Monaten bis November 2005 lediglich 15 Mal bestellt worden, schreibt das Blatt unter Berufung auf die jüngsten Airbus-Zahlen. Das Unternehmen habe für die zweimotorige A330-300 ebenfalls 15 Aufträge verbucht. Die Boeing 777 sei dagegen 154 Mal im vergangenen Jahr verkauft worden. Das US-Modell sei dem A340 überlegen, weil es neuer und billiger bei Sprit- und Wartungskosten sei, heißt es von den Airlines. Flugzeugbau-Managern zufolge kostet die Modifizierung eines Modells wie dem A340 bis zu einer Milliarde US-Dollar. Airbus war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Airbus-Manager kritisierten jedoch schon mehrfach eine aggressive Preisgestaltung bei Boeing.

A350 soll Erfolg von Boeing bremsen

Die A350 soll in Zukunft das A330-Programm ergänzen und der neuen Boeing 787 vor allem auf Langstrecken Konkurrenz machen. „Wir bringen das Beste aus der A330/340-Erfahrung mit der Innovation des A380 zusammen“, beschreibt Airbus-Verkaufsdirektor John Leahy das neue Flugzeug. Der zweistrahlige Jet mit Platz für 250 bis 300 Passagiere soll bis zu 16000 Kilometer nonstop fliegen können. Die maximale Reichweite der A330 liegt bei etwa 12 000 Kilometern.

Im Jahr 2010 soll die A350 in den Liniendienst starten. Aufwändige Umschulungen für Piloten stehen nicht an. Auf Grund der elektronischen Flugsteuerung bei allen modernen Airbus-Jets ähneln sich Flugeigenschaften und Cockpitgestaltung.

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