Möglicher Verkauf
RWE prüft offenbar Verkauf von NPower

RWE will seine britische Tochter NPower offenbar loswerden. Im Gespräch ist nach einem Medienbericht der spanische Versorger Iberdrola. RWE reagiert auf die deutsche Energiewende mit einem umfangreichen Umbau.
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FrankfurtDer Energiekonzern RWE hat einem Zeitungsbericht zufolge seine britische Tochter NPower auf den Prüfstand gestellt. Nicht zuletzt wegen der hohen Verschuldung werde ein Verkauf geprüft, berichtet die „Sunday Times“ unter Berufung auf Informationen aus dem Unternehmen. Goldman Sachs sei beauftragt worden, Optionen zu prüfen. Der Preis könne bis zu fünf Milliarden Pfund (umgerechnet etwa 5,5 Milliarden Euro) betragen.

Als ein Interessent gilt dem Bericht zufolge Iberdrola. Der spanische Konzern und RWE wollten sich zu dem Bericht nicht äußern. Ein Sprecher des Dax-Konzerns sagte lediglich, „Großbritannien und damit auch Npower gehört nach wie vor zu den Kerngeschäften von RWE.“ RWE forciert zurzeit wegen der Energiewende den Umbau des Konzerns und hatte angekündigt, das Unternehmen wolle durch den Verkauf von Beteiligungen bis 2013 bis zu acht Milliarden Euro einnehmen.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters kürzlich erfahren hatte, steht auch der Verkauf des Stromnetzes kurz bevor. Ein von der Commerzbank-Tochter Commerz Real organisiertes Konsortium aus den Pensionskassen von fünf deutschen und Schweizer Versicherern werde 75 Prozent an Amprion übernehmen, sagten mehrere mit der Transaktion vertraute Personen.

2010 hatte der Versorger Erlöse von 53,3 Milliarden Euro erzielt, das betriebliche Ergebnis betrug rund 7,7 Milliarden Euro. Die Tochter NPower kam dem Bericht zufolge im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 7,0 Milliarden Pfund (rund 7,7 Milliarden Euro) und einen Gewinn von 245 Millionen Pfund.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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