Möglicherweise Trennung von ganzer Sparte: Pfizer setzt rezeptfreie Medikamente auf die Abschussliste

Möglicherweise Trennung von ganzer Sparte
Pfizer setzt rezeptfreie Medikamente auf die Abschussliste

Der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer prüft derzeit, ob er sich von seinem Geschäft mit verschreibungsfreien Gesundheits- und Körperpflege-Produkten trennt.

HB NEW YORK. Pfizer wolle den Wert der Sparte für seine Aktionäre bestimmen, teilte der US-Konzern am späten Dienstagabend in New York mit. Es sei aber auch möglich, dass das Unternehmen an dem Bereich festhalte Die Bewertungen am Markt für große Consumer-Care-Geschäfte seien derzeit attraktiv, begründete Pfizer die Überlegungen.

Welcher Verkaufspreis im Falle einer Veräußerung für die Sparte angestrebt wird, gab Pfizer nicht an. Die „New York Times“ spekulierte am Mittwoch in ihrer Onlineausgabe, dass die Sparte 8 bis 10 Mrd. Dollar wert sein könnte. Sie verkaufe Produkte wie das Mundpflegemittel Listerine und das Allergiemedikament Benadryl. Auf neun Marken entfielen jeweils mehr als 100 Mill. Dollar Umsatz.

Der Geschäftsbereich Gesundheits- und Körperpflege-Produkte hatte 2005 insgesamt seinen Umsatz um 10 Prozent auf 3,9 Mrd. Dollar (3,3 Mrd. Euro) erhöht. Dabei betrug der Auslandsumsatz der Sparte rund 1,9 Mrd. Dollar. Der Pfizer-Gesamtumsatz war im vergangenen Jahr hingegen um 2 Prozent auf 51,3 Mrd. Dollar gefallen.

So lasteten neben der Konkurrenz durch Generika auch Sicherheitsbedenken auf der Nachfrage nach dem Schmerzmittel Celebrex. Zudem nahm der Konzern sein neueres Schmerzmittel Bextra vom Markt, dass zuletzt auf einen Jahresumsatz von etwa 1,4 Mrd. Dollar kam. Das Mittel war mit einer lebensbedrohlichen Hauterkrankung in Verbindung gebracht worden.

Branchenexperten erwarten, dass Pfizer auf einem Analystentreffen am Freitag einen Geschäftsausblick für die Jahre 2006 und 2007 vorstellt. Pfizer will auf dem Treffen dann auch seine Geschäftsstrategie präsentieren. Unter anderem wegen der scharfen Konkurrenz durch kostengünstigere Nachahmermedikamente hatte der Konzern im Oktober seine ursprüngliche Ergebnisprognose für die Jahre 2006 und 2007 zurückgezogen.

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